Als Arbeiter eingestuft, Angestelltentätigkeit verrichtet: Arbeiterkammer setzte für Gekündigten Nachzahlung durch

Linz (AKO) Immer wieder versuchen Dienstgeber, sich durch falsche Einstufung ihrer Beschäftigten Kosten zu ersparen. Meist wissen die Betroffenen gar nicht, dass sie weniger bekommen, als ihnen zusteht und dass sie arbeitsrechtlich schlechter gestellt sind. So auch ein bei einem Trauner Handelsbetrieb tätiger Lagerleiter, der als Arbeiter entlohnt worden war.

Insgesamt neun Jahre hatte der Mann als Lagerleiter gearbeitet. Nach seiner Kündigung hatte er sich an die Arbeiterkammer gewandt, weil ihm Überstunden nicht bezahlt worden waren. Bei der Überprüfung des Sachverhaltes kam ans Tageslicht, dass der Gekündigte die ganze Zeit über hochqualifizierte Tätigkeiten durchgeführt hatte - die gesamte Lagerleitung, das Bestellwesen, die Auftragsbearbeitung, die Fakturierung, Einkäufe. Dafür wäre ihm eindeutig die Einstufung als Angestellter zugestanden. In der Personaldatei war er fälschlich als Zusteller geführt worden.

Im konkreten Fall bedeutete das, dass der ehemalige Beschäftigte nur nach dem Angestelltengesetz gekündigt werden durfte, also nur zum Quartal und mit drei Monaten Kündigungsfrist. Die Arbeiterkammer intervenierte bei der Firma.

Die längere Kündigungsfrist, in dieser Zeit angelaufene aliquote Sonderzahlungen sowie die Nachzahlung der Überstunden brachten dem ehemaligen Lagerleiter netto immerhin fast 50.000 Schilling (mehr als 3600 Euro).

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