ARBÖ: Schneefräse soll Schnee fressen - nicht das Auto

Wien (ARBÖ) - Wer es in der Bundeshauptstadt nicht glauben kann, muss nur in den südlichen oder westlichen Teil Österreichs fahren um sich zu überzeugen: der Winter ist noch Wirklichkeit. Da die Meteorologen vor allem für den Wochenausklang teils heftige Schneefälle voraussagen, erinnert ARBÖ-Verkehrsjuristin Mag. Renate Göppert an ein Urteil des Oberlandesgerichts Innsbruck.

Ein Autofahrer kam in derart dichtes Schneetreiben auf schlecht befahrbarer Schneefahrbahn, dass er beschloss, sein Fahrzeug auf einer Zufahrtsstraße abzustellen und es erst am nächsten Tag, bei geräumter Fahrbahn und besseren Sichtverhältnissen, wieder abzuholen. Laut ARBÖ war dies aus Gründen der Verkehrssicherheit nicht unvernünftig, da die heftigen Schneefälle in der Folge tatsächlich eine Sperrung der Straße und deren Räumung durch eine Schneefräse bewirkten.

Der Lenker der Schneefräse, der angab, die Straße zuvor sehr wohl sondiert zu haben, "übersah" den vollends zugeschneiten Pkw und beschädigte ihn schwer (Sachschaden EUR 12.193,77 / ATS 167.790,-). Er berief sich darauf, dass das Fahrzeug im Fall des Zuschneiens erkennbar gemacht hätte werden müssen, außerdem war es verbotswidrig geparkt. Dies änderte nichts am Alleinverschulden des Lenkers der Schneefräse.

ARBÖ-Verkehrsjuristin Mag. Göppert erläutert die Entscheidung des Oberlandesgerichts: "Den Lenker einer Schneefräse, der es unterlässt, nach Fahrzeugen , die am Straßenrand an einer Stelle, an der häufig Fahrzeuge stehen, eingeschneit sind, sorgfältig zu sondieren und deshalb ein falsch geparktes Fahrzeug beschädigt, trifft daran das Alleinverschulden."

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