"Habe viel weitergebracht - stehe zu Fehlern" - Ex-Verkehrsministerin Monika Forstinger im Krone Hit R@dio Exklusivinterview

Forstinger wollte selbst gehen - Zeitpunkt wurde von Susanne Riess-Passer bestimmt

Wien (OTS) - In ihrem ersten Interview nach ihrem Rücktritt -exklusiv auf Krone Hit R@dio - hält Ex-Verkehrsministerin Monika Forstinger im Gespräch mit Krone Hit R@dio Chefredakteur Claus Hörr erstmals Rückschau auf ihre Zeit als Verkehrsministerin.

- Zum Abgang - war ihr Abgang der Abtausch für die Erteilung der personellen Generalvollmacht an die Vizekanzlerin?

Forstinger: "Spekulationen gibt es so viele, und wenn Sie dann über legen was aus dem Gerücht geworden ist, dann muss man sehen, wie haltlos das Ganze ist.."

"Ich hab der Frau Vizekanzler mitgeteilt, dass ich plane, mittelfristig wieder in die Privatwirtschaft zu gehen. Wir haben dann darüber gesprochen, und sie hat gemeint, dann ist es am Besten gleich, weil sie es gerade jetzt in einer doch bewegten Zeit (Anm. für die FPÖ) doch für sinnvoll erachtet, den Schritt jetzt zu setzen, und dazu haben wir uns dann gemeinsam entschlossen".

- Bilanz nach 15 Monaten, auch andauernder Kritik:

Forstinger: "Wer für Veränderungen steht und auch Veränderungen durchzieht, steht im Kreuzfeuer der Kritik. Ich kann das auch als Kompliment auffassen, wenn man von den menschlichen Diffamierungen absieht. Aber keine Verkehrsministerin hat so viel weitergebracht, wie ich. Ich habe einen Generalverkehrsplan ausgearbeitet, ein nationales Verkehrssicherheitsprogramm hat es auch noch nie gegeben, Lösungen für die Transitfrage herbeigeführt ... Ich kann durchaus stolz sein auf meine Bilanz, und meinem Nachfolger eine gute Arbeit übergeben...

- Pannen wie Rufnummernverordnung:

Forstinger: "Mein Arbeitsstil wird sich nie ändern, ist Vertrauen und sich verlassen können. Und das muss auch für die Politik gelten. Da ist mir ein Fehler passiert, aber ich stehe zu diesem Fehler. Ich habe ihn auch sofort zurückgenommen, somit ist auch kein Schaden entstanden, und das wird auch meine Arbeit in der Zukunft sein.

- Früchte ernten:

Forstinger: " Es ist wie bei jeder Aufgabe, dass man natürlich auch, gerade wenn man sich verändert, sich freuen kann was man geschafft hat. Aber es gibt den Blick in die Zukunft, und ich bin mir ganz sicher, dass mein Nachfolger ein sehr würdiger ist, und diese Arbeit gut weiter führen wird".

- Stöckelschuh-Affäre:

Forstinger: "Gar nichts war dran. Das war ein Ausfluss illoyaler Mitarbeiter. Sie können sich vorstellen, dass ich als Frau - noch dazu trage ich Stöckelschuhe - mir absolut nicht vorstellen könnte, im Traum so etwas zu tun.

Forstinger nimmt erst einmal Auszeit um sich von ihrer Knieverletzung zu erholen. Die Infrastrukturministerin hat sich Anfang Februar beim Schifahren das Kreuz- und Seitenband gerissen.

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