China wichtigster Wirtschaftspartner in Asien und zweitwichtigster außerhalb Europa

Wachsender Markt für österreichische Unternehmen

Wien (PWK126) - Mit über 7% jährlichem Wirtschaftswachstum steht China nicht nur im asiatisch-pazifischen Raum, sondern auch im internationalen Vergleich derzeit sehr gut da. "Aufgrund des großen Binnenmarktes mit seiner wachsenden Mittelschicht hat das Land der Mitte berechtigte Hoffnungen, die derzeitige weltweite Konjunkturkrise relativ unbeschadet zu überstehen", berichtet der österreichische Handelsdelegierte in Peking Wolfgang Lanz. "China erscheint vielen Investoren zunehmend als sicherer Hafen in einer stürmischen Weltwirtschaft laut dem im September 2001 veröffentlichten "World Investment Report 2001" der UNCTAD (United Nation Conference on Trade & Development). Der WTO-Beitritt verspricht mittelfristig ein transparenteres und berechenbareres Geschäftsumfeld", so Lanz.

Hiervon profitieren auch österreichische Unternehmen, wie die Außenhandelszahlen der ersten elf Monate des Jahres 2001 mit einer Exportsteigerung von 75,8 Prozent zeigen. Es wurden Waren im Wert von 756,1 Mio. Euro ins Land der Mitte verkauft, die Importe beliefen sich auf 1.279,3 Mio. Euro (plus 10,9%). Die Säulen der österreichischen Ausfuhren nach China stellen nach wie vor mit rund 70% Maschinen, Anlagen und Fahrzeuge. Schwerpunkte im Maschinen- und Anlagengeschäft sind die Bereiche Eisen- und Stahlerzeugung und -verarbeitung, Kunststoffverarbeitung, Papierherstellung, Energie und Umwelt insbes. Abwasser sowie bei Fahrzeugen Komponenten und Lieferungen an die Eisenbahn. "Da das chinesische Wirtschaftswachstum zu einem großen Teil auf einem staatlichen Investitionsprogramm in Infrastruktur- und technologische Erneuerung beruht, sind die Aussichten für weitere Lieferungen österreichischer Unternehmen in diesen Bereichen sehr gut. Der in der Vergangenheit vernachlässigte Umweltschutz genießt inzwischen in der chinesischen Regierungspolitik oberste Priorität und wird daher in der Zukunft noch weitere Chancen bieten", so der Handelsdelegierte.

Für das Jahr 2002 ist neben zahlreichen Messebeteiligungen unter anderem auch für Spitzenrepräsentanten österreichischer Unternehmen eine Informationsreise zum Thema "Investieren in China" geplant. Im Hinblick auf das 6. EU-Rahmenprogramm für Kooperationen in Forschung und Technologie ist eine Wirtschaftsmission zum Thema Technologiekooperation vorgesehen. Für die Olympiade 2008 wird Peking in den nächsten Jahren große Investitionen in Sportanlagen, Hotellerie und Infrastruktur tätigen. Auch in den Küstenregionen insbesondere um Shanghai und Kanton wird kräftig investiert.

Über 150 österreichische Unternehmen sind inzwischen mit Repräsentanten, Niederlassungen oder Joint Ventures in China präsent. Darunter gibt es über 50 Unternehmen, die in China produzieren. "Im ersten Halbjahr 2001 investierten österreichische Unternehmen 31,06 Mio. USD in China, 235,78% mehr als in den ersten sechs Monaten 2000. Diese gewaltige Steigerung wird auch durch den Arbeitsbesuch des österreichischen Bundespräsidenten Thomas Klestil in Begleitung von WKÖ-Präsident Christoph Leitl und einer hochrangigen Unternehmerdelegation nach Peking und Shanghai im Mai 2001 dokumentiert. Bei dieser Gelegenheit wurden 26 Projekte österreichischer Unternehmen in China unterschrieben", stellt Lanz fest. (pt)

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