Laska ehrt engagierte Mitarbeiter im Bildungsbereich

Wien, (OTS) Montag ehrte Wiens Vizebürgermeisterin Grete Laska zwei Personen, die ihr Berufsleben mit großem Engagement pädagogischen Aufgaben gewidmet, und international zum Ansehen der Stadt Wien beigetragen haben. Der Cellist Adalbert Skocic erhielt von Laska das Dekret, mit dem ihm der Bundespräsident den Berufstitel Professor verliehen hat. Oberstudienrat Prof. Ludwig Boyer erhielt das Silberne Ehrenzeichen für Verdienste um das Land Wien.****

Professor Adalbert Skocic

Der österreichische Cellist Adalbert Skocic absolvierte 1963 das Fach Cello mit besonderer Auszeichnung. Nach einem Diplom beim Genfer Internationalen Wettbewerb begann für ihn eine langjährige Karriere mit unzähligen nationalen und internationalen Auftritten.

Seit nunmehr fast 40 Jahren tourt er mit wechselnden Orchestern und Ensembles - von den Wiener Philharmonikern und dem Wiener Staatsopernorchester über das Wiener Philharmonische Kammerensemble bis hin zum Klarinettentrio - durch Österreich und die Welt. Als Gast trat er bei den Wiener Symphonikern, den NÖ Tonkünstlern, den Wiener Streichersolisten, der Slowakischen Philharmonie, dem Radiosymphonieorchester Bratislava, der Osaka Philharmonie u.v.a. auf.

Doch neben der eigenen musikalischen Betätigung reizten ihn immer wieder andere Aufgaben: Jurorentätigkeiten im In- und Ausland oder die Herausgabe einer Discografie mit Werken österreichischer Zeitgenossen, den Solosuiten von J.S. Bach, sowie den Cellosonaten von Brahms und den Werken für Cello und Klavier von L.v.Beethoven sind nur zwei davon.

Großes Engagement steckte Adalbert Skocic in die Ausbildung junger Musiker. Meisterkurse in Japan, Prag, Taiwan und vielen anderen Ländern trugen wesentlich zum Ansehen der "Musikstadt" Wien bei. In Wien hat er am Konservatorium der Stadt Wien die Meisterklasse für Cello aufgebaut, und war und ist heute Lehrer der Hauptfachklasse Cello. Adalbert Skocic hat bewiesen, dass sich künstlerische Selbstverwirklichung und verantwortungsvolle Pädagogik miteinander verbinden können. Die nationale und internationale Anerkennung seiner Leistungen und der Erfolg seiner Schülerinnen und Schüler sind Ergebnis seines pädagogischen Wirkens im Bereich der Musik.

Oberstudienrat Prof. Ludwig Boyer

Nach seiner Ausbildung in Znaim arbeitete Oberstudienrat Ludwig Boyer als Lehrer in einer Dorfschule in Polen. In Österreich war er ab Mitte der 40er Jahre in verschiedenen Haupt- und Volksschulen tätig. Er war maßgeblich an der Erprobung und Entwicklung zahlreicher Unterrichtsversuche, insbesondere im Bereich der Elementarstufe beteiligt und wirkte an fast allen Reformen und Teiländerungen des Volksschul-Lehrplanes mit. Oberstudienrat Boyer unterrichtete jedoch nicht nur Vor- und Volksschulkinder.

Er war an der Institutsschule des Pädagogischen Instituts der Stadt Wien und an der Pädagogischen Akademie des Bundes in Wien tätig, organisierte viele Seminare und trug mit seiner Arbeit wesentlich zur Aus- und Fortbildung der LehrerInnen bei. Im Bereich der Erwachsenenbildung hat er für die unterschiedlichsten Berufsgruppen pädagogisch-didaktische Kurse abgehalten, und Vorträge und Kurse für den Verband der Wiener Volksbildung, den ÖGB sowie andere Bildungseinrichtungen des Bundes und der Stadt Wien abgehalten.

Oberstudienrat Boyer, der unzählige Fachartikel publiziert und Lehrbücher geschrieben bzw. herausgegeben hat, ist führender Experte des Erstleseunterrichts und der Lesedidaktik. In diesem Zusammenhang hat er in den Jahren 1999 und 2000 im Österreichischen Wirtschafts-und Gesellschaftsmuseum aus den Beständen seiner internationalen Schulbuchsammlung die Ausstellung "Lesen lernen international -Fibeln aus der weiten Welt" gestaltet. Er gilt als Fachmann im Bereich der Entwicklung der Schulschrift, die er entscheidend geprägt und durchgesetzt hat. Mit Vorträgen für Wiener LehrerInnen und Wiener Kindergärtnerinnen sowie mit einer Festschrift anlässlich der 150-Jahr-Feier der ältesten in Wien erscheinenden pädagogischen Zeitschrift des deutschen Sprachraumes vollendeten sich für ihn im Jahr 2000 50 Jahre im Dienste der Wiener Pädagogik.

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