ÖH erfreut über partielle Arbeitserlaubnis für ausländische Studierende

Andere Punkte des Integrationspaketes dienen eher der Ausgrenzung

Wien (OTS) - Die Österreichische HochschülerInnenschaft (ÖH) zeigt sich erfreut über die Umsetzung ihrer Forderung, den Arbeitsmarkt für ausländische Studierende teilweise zu öffnen. "Ein Modell nach britischem Vorbild, wo es ausländischen Studierenden möglich ist, 20 Stunden in der Woche zu arbeiten, wäre natürlich die Ideallösung, aber der erste Schritt in die richtige Richtung ist mit der neuen Regelung gesetzt", so ÖH-Vorsitzende Anita Weinberger. Die weiteren bislang bekannten Maßnahmen des Integrationspaketes haben nach Ansicht der ÖH jedoch eher ausgrenzende den integrierende Wirkung.

"Wir haben im Rahmen der Debatte über das Integrationspaket sehr intensiv versucht, eine partielle Arbeitserlaubnis für ausländische Kollegen und Kolleginnen zu erreichen", so Weinberger. "Es ist erfreulich, dass unsere Petitionen an Ministerinnen und Minister, an Nationalratsabgeordnete, Interessenvertreterinnen und -vertreter sowie an den Bundespräsidenten, Gehör gefunden haben. Gerade weil studierende Ausländerinnen und Ausländer die doppelte Studiengebühr zahlen müssen, ist es notwendig, ihnen die Möglichkeit einzuräumen, diese Gelder zumindest teilweise legal zu verdienen." Weinberger weist auch auf andere diesbezüglich wichtige Regelungen hin, die noch getroffen werden sollten: "Ausländische Universitätsabsolventinnen und -absolventen, die in Österreich studiert haben, muss nach ihrem Studium Bleiberecht und Arbeitsgenehmigung erteilt werden. Bislang endet die Aufenthaltsgenehmigung mit Ablauf des Studierendenvisum." In diesem Zusammenhang würde Weinberger es begrüßen, wenn das Innenministerium das Gespräch mit der ÖH suchen würde. "Ich denke, wir könnten sowohl bezüglich der Arbeitsregelung, als auch möglicher weiterer Regelungen für ausländische Studierende Erfahrungen einbringen", so Weinberger abschließend.

Die anderen im Integrationspaket getroffenen Regelungen sieht die ÖH weniger positiv. Andrea Mautz, zweite Frau im ÖH-Vorsitzteam:
"Verpflichtende Sprachkurse mit schwerwiegenden Sanktionsdrohungen, die zum Teil selber zu bezahlen sind und keine Harmonisierung zwischen Aufenthalts- und Ausländerbeschäftigungsgesetz implizieren, sind schlichte Schikane. Die Sprache wird über das soziale Umfeld erlernt und das ist nur mit gleichen Arbeitschancen und Wohnmöglichkeiten zu erreichen, nicht durch Zwang und Ausgrenzung. Außerdem werden sich Schlüsselkräfte sicher nicht um einen Quotenplatz in Österreich anstellen, wenn sie befürchten müssen, durch Anwendung undefinierter, sprachlicher Kriterien nach einigen Jahren wieder rausgeschmissen zu werden." Und abschließend: "Mit dem - gerade von Seiten der FPÖ - oft zitierten niederländischen Integrationsmodell haben diese Vorschläge jedenfalls rein gar nichts gemein."

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