FORMAT: Verteidigungsministerium in argen Finanznöten

Finanzminister Karl-Heinz Grasser verweigert Parteikollegen Scheibner mehr als 500 Millionen Schilling

Wien (OTS) - Das Verteidigungsministerium steckt in argen Finanznöten. Das berichtet das Nachrichtenmagazin FORMAT in seiner am Montag erscheinenden Ausgabe. Wie FORMAT berichtet, ist im heurigen Budgetjahr das heereseigene Investitionsbudget bereits um 500 Millionen Schilling (rund 36 Millionen Euro) für Ratenabzahlungen der Leopardpanzer und der Ascod-Panzer überzogen worden. Die Finanzkämmerer des Heers müssen bereits die Finanztöpfe des Betriebsbudgets, das sich aus Personal- und Infrastrukturbudget zusammensetzt, anzapfen. Daraus werden normalerweise die Erhaltung der Kasernen, die laufenden Einsätze, die Überstunden aber auch kleine Ankäufe wie neue Socken für die Bundesheersoldaten finanziert.

Der Hintergrund für die zugespitzte Finanzmisere ist laut FORMAT, dass Finanzminister Karl-Heinz Grasser seinem Parteifreund, Verteidigungsminister Herbert Scheibner, für die beiden Budgetjahre 2001 und 2002 die Auszahlung von jeweils 286 Millionen Schilling (20,8 Millionen Euro) verweigert. Grasser behält die bereits im Heer budgetierten Millionen für die Erreichung des Nulldefizits ein. Damit - so berichtet FORMAT weiter - sind zusätzliche Anschaffungen im Heeresbereich akut gefährdet.

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