"profil": Heinzel will Voest-Kapitalerhöhung unterstützen

Für ÖIAG-AR-Präsident nicht akzeptabel, dass Staat Kontrollposition bei Unternehmen "verschenkt" - kein "Dogmenwechsel" - Unternehmen sind ohne staatlichen Aktionär "besser dran"

Wien (OTS) - In einem Interview in der Montag erscheinenden Ausgabe des Nachrichtenmagazins "profil" kündigt ÖIAG-Aufsichtsratpräsident Alfred Heinzel die Unterstützung der Staatsholding für eine mögliche Kapitalerhöhung der Voest-Alpine an. Heinzel: "Sollte der Vorstand der Voest-Alpine an die ÖIAG wegen einer Kapitalerhöhung herantreten, glaube ich, dass wir das unterstützen werden." Bislang sei ein solcher Antrag allerdings noch nicht gestellt worden.

Sollte die ÖIAG gegebenenfalls bei einer Kapitalerhöhung eines ihrer Beteiligungsunternehmen mitziehen und solcherart das Absinken ihrer Beteiligungshöhe verhindern, würde es sich dabei "nicht um einen Dogmenwechsel" bezüglich des Privatisierungsauftrages handeln. Es sei in einem solchen Fall, so Heinzel, vielmehr notwendig, vor einer Privatisierung Wertsteigerungspotenziale, die in einem Unternehmen stecken, auszuschöpfen.

Der ÖIAG-Aufsichtsratspräsident sei nach wie vor überzeugt, "dass ein börsenotiertes Unternehmen mit einer breiten Aktienstreuung ohne den Staat besser dran ist". Solange der Staat über die ÖIAG aber noch Aktienpakete an börsenotierten Unternehmen halte, müsse die ÖIAG dieses "Portfolio ordentlich vertreten".

Dass die ÖIAG etwa im Falle von Böhler-Uddeholm auf die Position des zweitgrößten Aktionärs zurückgerutscht ist, empfindet Heinzel als "nicht schlimm". Klar sei aber, dass die Gestaltungsmöglichkeiten beim allfälligen Verkauf von Aktienpaketen größer seien, "wenn man sich als verkaufender Aktionär in einer Kontrollposition befindet".

Es sei daher nicht akzeptabel, so der ÖIAG Aufsichtsratspräsident, dass der Staat solche Kontrollpositionen "verschenkt, nur damit die Stellung für private Aktionäre zulasten des Staates eine bessere wird".

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"profil"-Redaktion

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