"profil": Bauliche Sanierung des Theaters in der Josefstadt fixiert

Einbringung des Theaters in eine Stiftung entzweit Direktion und Kunststaatssekretariat

Wien (OTS) - Wie das Nachrichtenmagazin "profil" in seiner Montag erscheinenden Ausgabe berichtet, kann das Theater in der Josefstadt einen Verhandlungserfolg verbuchen. "Es gibt jetzt die Vereinbarung, die bauliche Sanierung durchzuführen", kündigt Saskia Schwaiger, Pressesprecherin des Wiener Kulturstadtrates Andreas Mailath-Pokorny, die Renovierung des Theaters an. Die Höhe der Umbaukosten stehe "noch nicht fest". Ein erster Entwurf Ende der neunziger Jahre veranschlagte 120 Millionen Schilling.

Meinungsverschiedenheiten gibt es jedoch zwischen der Theaterdirektion und dem Kunststaatssekretariat über die Einbringung der Josefstadt GmbH in eine Stiftung. "Mir wäre sehr daran gelegen, dass das jetzt rasch passiert", fordert Franz Moraks Kabinettchef Helmut Wohnout. Doch Alexander Götz, der kaufmännische Direktor der Josefstadt, winkt ab: "Was zur Stiftung führt, sind die Entschuldung des Betriebes und die bauliche Sanierung. Beides hat noch nicht Platz gegriffen. Wir beschäftigen uns momentan mit anderen Dingen."

Um die Josefstadt zu entschulden, verpflichteten sich Bund und Stadt Wien im Juni 2000 zu einem Sanierungskonzept. Insgesamt beläuft sich die Verschuldung auf 120 Millionen Schilling. Wohnout betont, "unseren Anteil", also 60 Millionen Schilling, "bereits bezahlt" zu haben. "Nein", lautet die knappe Entgegnung von Alexander Götz. Die 60 Millionen seien dazu verwendet worden, die Subventionskürzungen des Bundes von rund zehn Prozent aufzufangen. "Die 60 Millionen der Stadt Wien stehen uns zusätzlich zur Verfügung. Jene des Bundes sind in der Betriebssubvention verschwunden", argumentiert Götz seine Haltung.

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"profil"-Redaktion

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