Konecny: SPE hält Dialog mit islamischen Staaten für aussichtsreich

Wien (SK) Mit einer klaren Einladung an die zwölf Millionen in Europa lebenden Moslems und an die islamischen Staaten an der Südküste des Mittelmeers, in einem offenen Dialog mit den fortschrittlichen Kräften Europas einzutreten, ging die erstmals abgehaltene Winteruniversität der sozialdemokratischen Partei Europas in Granada (Spanien) zu Ende. Dies berichtete der Internationale Sekretär der SPÖ, Albrecht K. Konecny , der als Vertreter der SPÖ an dieser Tagung teilgenommen hatte, gegenüber dem Pressedienst der SPÖ. ****

Als eine entscheidende Voraussetzung dafür, dass dieser Dialog erfolgreich sein kann, wurde wiederholt die Überwindung der zunehmenden fremdenfeindlichen Tendenzen in Europa und die Lösung des Nah-Ost-Konfliktes genannt. In der Tagung, an der neben dem Vorsitzenden der SPE, Robin Cook, und dem Vorsitzenden der spanischen PSOE, Jose Luis Rodriguez Zapatero, auch zahlreiche Wissenschaftler und Vertreter von zumeist oppositionellen politischen Bewegungen aus den islamischen Staaten, teilnahmen, wurde an der einseitigen Haltung der USA Kritik geübt, und vehement eine eigenständige politische Rolle Europas in dieser Auseinandersetzung gefordert. Zugleich wurden Zweifel laut, dass die im Gefolge des 11. September 2001 getroffenen Maßnahmen jene Werte zu verteidigen geeignet sind, auf die es ankommt. Eine Einschränkung des europäischen offenen und demokratischen Gesellschaftsmodells aus sogenannten Sicherheitsrücksichten wurde einmütig zurückgewiesen. Zugleich wurde aber auch darauf hingewiesen, dass dieses Gesellschaftsmodell, das ein Angebot Europas an seine islamischen Nachbarn ist, nicht bestehen kann, wenn es einzelne Gruppen in dieser Gesellschaft gibt, die die Freiheitsrechte von Bürgerinnen und Bürgern in ihren eigenen Reihen ignorieren.

Die Tagung in Granada war ein ermutigender Hinweis darauf, so betonte Konecny abschließend, dass es nicht nur innerhalb der europäischen Sozialdemokratie eine klare Bereitschaft gibt, den Prozess der Integration und Zusammenarbeit voranzutreiben, sondern dass es auch auf islamischer Seite zahlreiche Gesprächspartner gibt, die bereit sind, den Weg zu einer modernen, säkularen und offenen Gesellschaft einzuschlagen. (Schluss) se/mm

Rückfragen & Kontakt:

Tel.: (01) 53427-275
http://www.spoe.atPressedienst der SPÖ

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | SPK/SPK