Bartenstein: Mobilität, Fexibilität und Qualifikation sichern Arbeitsplätze

Bei der Enquete "Neue Wege zum Arbeitsmarkt" in der Wiener

Wien (BMWA-OTS) - Hofburg wurden innovative Wege zu mehr Beschäftigung vorgestellt

"Die Bereitschaft zu mehr Mobilität, größerer
Flexibilität und höherer Qualifikation ist der Schlüssel zu mehr und besser gesicherten Arbeitsplätzen", erklärte Bundesminister für Wirtschaft und Arbeit Dr. Martin Bartenstein heute in der Wiener Hofburg bei einer Pressekonferenz im Rahmen der von seinem Ministerium organisierten Enquete "Neue Wege zum Arbeitsmarkt". Ziel der Veranstaltung war es, Innovationspotenziale vorzustellen und Beispiele aufzuzeigen, wie in Netzwerken aus Wirtschaft, Beratungsunternehmen, Arbeitsmarktservice (AMS) und dem Ministerium gezielt auf geänderte Verhältnisse eingegangen wird. ****

Konkret gehe es darum, so der Minister, sich so rasch wie möglich mit den kommenden Anforderungen an den Arbeitsmarkt auseinander zu setzen und neue Vorgangsweisen zu entwickeln sowie Anforderungen der Arbeitgeber und Angebote der Arbeitnehmer zur Deckung zu bringen. Zum Beispiel diene das Modell "Prospect Unternehmensberatung" des AMS einer dialogorientierten Marktforschung für die Arbeitswelt und der Entwicklung von zukunftsorientierten Arbeitskräftevermittlungs-, -rekrutierungs- und Qualifizierungsmodellen im regionalen Kontext. In Oberösterreich stellt das AMS eine "Implacementstiftung" zur Verfügung, die ein Fachkräftepotenzial durch eine nachfrageorientierte und arbeitsplatzgenaue Ausbildung schaffen und die Integration von arbeitslosen Menschen erreichen will.

Als weiteres Beispiel nannte der Minister das Programm "Qualifizieren statt kündigen" von Philips Österreich, in dessen Rahmen den im Bereich Videorecorderproduktion von Kündigung bedrohten Arbeitskräfte mit Orientierungsphasen und begleitendem Coaching auf interne und externe neue Arbeitsplätze vermittelt werden. Als wichtigen Beitrag zur vermehrten Beschäftigung von Frauen bezeichnete Bartenstein das Programm "Just for Girls" von Magna Steyr, das sich den Einstieg von Mädchen und Frauen in die Automobilindustrie zum Ziel gesetzt hat. Das Unternehmen stehe damit an der Spitze der österreichweit ins Leben gerufenen Initiativen, mehr weibliche Arbeitskräfte für technische Berufe im Allgemeinen zu interessieren.

Rahmenbedingungen der Politik

Unter Hinweis auf den Umstand, dass die Wirtschaft selbst die Arbeitsplätze schaffe und die Politik für optimale Rahmenbedingungen zu sorgen habe, nannte Bartenstein eine Anhebung des Qualifikationsniveaus als ein Ziel der Bundesregierung: Bis 2005 sollten die Zahl der über einen Pflichtschulabschluss hinaus Ausgebildeten auf 90% (derzeit 86%) angehoben und die Akademikerquote bis 2010 von derzeit 8% auf 20% gesteigert werden. Eine weitere Maßnahme sei die Gewerbeordnungsnovelle, die wesentliche Erleichterungen für Betriebsgründer vorsieht, so dass in diesem Jahr mit dem Überschreiten der Marke von 30.000 Neugründungen gerechnet werden könne, betonte der Minister.

Einen positiven Effekt auf den Arbeitsmarkt erwartet sich der Minister auch von einer Flexibilisierung der Arbeitszeitregelungen. Hier seien die Sozialpartner zu Gesprächen aufgefordert, um die gesetzlichen Regelungen zu lockern. Vieles geschehe derzeit auf der Basis freiwilliger Vereinbarungen in einem rechtlichen Graubereich, der nur durch kunstvolle und weit ausufernde Interpretationen des Gesetzestextes möglich wird. Es gehe dabei keineswegs darum, jemandem Lohnbestandteile wegzunehmen, betonte der Minister in diesem Zusammenhang deutlich, sondern um die Reduktion bestehender Doppelregelungen der täglichen und/oder wöchentlichen Maximalarbeitszeit.

Rückfragen & Kontakt:

presseabteilung@bmwa.gv.at

Bundesministerium für Wirtschaft und Arbeit
Ministerbüro: Dr. Ingrid Nemec, Tel: (01) 71100-5108
Referat Presse: Dr. Harald Hoyer, Tel: (01) 71100-2058

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | MWA/MWA