Sturmwarndienst für den Bodensee: Weitere Verbesserungen

Ausweitung der Warntätigkeit ab 1. April 2002

Bregenz (VLK) - Die "Arbeitsgruppe Sturmwarndienst am
Bodensee", die vor kurzem in Bregenz tagte, konnte eine
erfolgreiche Bilanz ziehen: Die neuen Warnschwellen haben
sich bewährt, die Trefferquote bei den Vorherwarnungen hat
sich auf hohem Niveau stabilisiert. An der Tagung nahmen
Vertreter der Wetterdienste, der See- und
Wasserschutzpolizei sowie weitere für den Warndienst verantwortliche Behördenvertreter aus allen drei
Anrainerstaaten teil. ****

Die vor zwei Jahren probeweise eingeführten verfeinerten Warnregionen (West, Mitte, Ost) gegenüber früher von nur
zwei Warnregionen sowie die neuen Warnschwellen
(Starkwindwarnung: Böen ab 25 Knoten / Sturmwarnung: Böen
ab 34 Knoten) haben sich bewährt. Positive Reaktionen gab
es zudem auch im Zusammenhang mit der Ausweitung der
Warntätigkeit für die Zeit zwischen dem 1. April und 31.
Oktober. Die Signalisation der Warnungen soll auch
weiterhin bereits ab 6.00 Uhr, statt erst ab 7.00 Uhr,
erfolgen.

Bilanz: Hohe Trefferrate

Wie üblich wurde an dieser Sitzung auch Bilanz über die Qualität der Starkwind- und Sturmwarnungen des
vorangegangenen Jahres gezogen. Dabei konnte auf Grund der
vom Deutschen Wetterdienst (Regionalzentrale Stuttgart)
erstellten detaillierten Statistik eine erfreuliche Bilanz
über den Erfolg der Windwarnungen gezogen werden: Die
Trefferrate hat sich auf hohem Niveau stabilisiert und die
Anzahl der falschen Alarme ist bei den Sturmwarnungen (Windgeschwindigkeiten von mehr als 34 Knoten) gegenüber
dem Vorjahr markant zurückgegangen. Das von den
Wetterdiensten gezogene positive Ergebnis wurde auch von
den Polizeistellen und Rettungsdiensten bestätigt.

Bodensee: Weiterhin "problematisches" Gewässer

Die hohe Trefferrate darf allerdings nicht darüber hinwegtäuschen, dass der Bodensee für die beteiligten Wetterdienste "warntechnisch" weiterhin ein problematisches Gewässer bleibt. So ist beispielsweise ein gezieltes Warnen
vor Starkwinden, die durch Föhn oder isolierte
Gewitterzellen ausgelöst werden, nach wie vor ausgesprochen schwierig. Besondere Schwierigkeiten gibt es dabei im
Frühsommer, wenn die Unterschiede zwischen den Wasser- und Landtemperaturen groß sind, und die Gewitterzellen räumlich begrenzt und daher schwierig erfassbar sind. Gerade in
dieser Jahreszeit ist es daher für den Wassersportler
besonders wichtig, die Wetterentwicklung aufmerksam zu
verfolgen und sich bei den Entscheidungen nicht
ausschließlich auf die orangefarbigen Blinkwarnleuchten am
Ufer des Bodensees zu verlassen.

Weitere Auskünfte erteilt die Bezirkshauptmannschaft
Bregenz, Edmund Kräutler, Telefon +43(0)5574/511-52050.
(tm,nvl)

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