Waneck: Mutter-Kind-Pass-Untersuchung ausgeweitet - Versorgungslücke geschlossen

Meilenstein für Prävention - Gratis für unsere Kinder

Wien, (BMSG) - Stolz präsentierte heute FP-Gesundheitsstaatssekretär Univ. Prof Dr. Reinhart Waneck die von der Bundesregierung installierte Ausweitung der Mutter-Kind-Pass-Untersuchung für Kinder im 5. Lebensjahr. "Erstmals seit 10 Jahren ist es nun möglich die notwendigen finanziellen Mittel für die Aufnahme einer zusätzlichen Kindesuntersuchung im 5. Lebensjahr in das Mutter-Kind-Pass-Untersuchungsprogramm aufzubringen und damit die bestehende Lücke bei der medizinischen Vorsorge zwischen Kleinkindalter und Schulalter zu schließen."****

Dies, so Waneck weiter, sei ein entscheidender Schritt hin zur Früherkennung, rechtzeitiger Behandlung und Verhinderung schwerwiegender Folgen für die Gesundheit der betroffenen Schwangeren bzw. Kinder. "Die Untersuchungen sind für Mütter und Kinder kostenlos", betonte Waneck. Die Untersuchungskosten werden zu zwei Dritteln aus dem Ausgleichsfonds für Familienbeihilfen und zu einem Drittel durch die Sozialversicherungsträger übernommen.

Trotz langjährigen Forderungen namhafter Gesundheitsexperten, wurde diese wichtige Präventionsmaßnahme von den vorangegangenen Gesundheitsministern abgelehnt, rief Waneck in Erinnerung. Erst seiner, Wanecks, Initiative sei es zu verdanken, dass diese für unsere Kinder wichtige Untersuchung nun kostenlos durchgeführt werden könne. Auf Empfehlung der Experten des Obersten Sanitätsrates wurde diese zusätzliche, seit Beginn dieses Jahres durchführbare Kindesuntersuchung im Zeitraum 58.-62. Lebensmonat angesetzt. Diese Untersuchung führt dazu, dass noch vor dem Schuleintritt mögliche bis dahin nicht entdeckte organische und Entwicklungsstörungen erkannt und behandelt werden, damit daraus resultierende eventuelle schulische Leistungsschwächen bzw. chronische Krankheiten verhindert werden können. Je nach Geburtenzahlen können nun etwa 80.000 Kinder jährlich von diesem zusätzlichen Angebot profitieren.

"Die Erfahrungen eines Kindes in den ersten Lebensjahren prägen ganz entscheidend sein künftiges Verhalten. Deshalb ist es aus ärztlicher und gesundheitspolitischer Sicht wichtig, bereits im Kindesalter zur Gesundheitsförderung beizutragen und Maßnahmen zur Gesundheitsvorsorge zu setzen", begründete Waneck diese Initiative.

Schon während der Schwangerschaft ist die werdende Mutter und damit das ungeborene Kind einer Reihe von Einflüssen ausgesetzt, die zu einer Beeinträchtigung des Gesundheitszustandes der Schwangeren und des Kindes führen können. Seit 1974 steht mit dem alten Mutter-Kind-Pass-Programm allen Schwangeren und Kindern bis zum Ende des 4. Lebensjahr ein unverzichtbares Vorsorgeinstrument zur Verfügung. In diesem Zeitraum konnte auch die Säuglingssterblichkeit um vier Fünftel gesenkt werden. Diese betrug 1974 noch 23,5 Promille und sank bis zum Jahr 2000 auf 4,8 Promille ab, fasste Waneck zusammen.

Aus ärztlicher und gesundheitspolitischer Sicht ist es außerordentlich wichtig, dass diese notwendigen Vorsorgeuntersuchungen sorgfältig und entsprechend dem jeweiligen Stand der Wissenschaft durchgeführt werden. Der kürzlich mit Unterstützung meines Ressort herausgegebene Leitfaden "Mutter-Kind-Pass-Untersuchung" beinhaltet eine von einer Arbeitsgruppe der Österreichischen Gesellschaft für Kinder- und Jugendheilkunde erstellte Anleitung für Ärzte zur fachgerechten Durchführung der Mutter-Kind-Pass-Untersuchungen des Kindes. Der Leitfaden Mutter-Kind-Pass-Untersuchung stellt daher eine wichtige Maßnahme der Qualitätssicherung von Mutter-Kind-Pass-Untersuchungen dar und beinhaltet auch bereits die Untersuchung im 5. Lebensjahr.

Ein Kind auf seinem Lebensweg zu begleiten, bereichert das Leben, aber es bringt auch eine Vielzahl neuer Herausforderungen und Aufgaben mit sich. Die "Belohnung" der Verankerung des Vorsorgegedankens im Gesundheitsbewusstsein der Eltern besteht letztlich auch in der Freude an einem gesunden Kind. Deshalb möchte ich bei dieser Gelegenheit an alle Eltern appellieren, diese Untersuchungen im Dienste der Gesundheit ihrer Kinder auch durchführen zu lassen. Die neu eingeführte Untersuchung im Vorschulalter trägt ganz besonders dazu bei, da eine altersadäquate körperliche und psychosoziale Entwicklung eine wichtige Voraussetzung für den Schuleintritt darstellt, schloss Waneck. (Schluss) mg bxf

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