Sima zu Temelin: "Neustart einfach unverantwortlich!"

"Sogar tschechische Atomaufsichtsbehörde warnt vor übereiltem Hochfahren und droht mit Geldstrafen"

Wien (SK) "Schlichtweg unverantwortlich" ist für SPÖ-Umweltsprecherin Ulli Sima der heutige Neustart des AKW Temelin: "Ohne vorheriger Klärung der Ursachen der letzten Panne, die übrigens auch laut tschechischer Aufsichtsbehörde die schwerste seit Beginn der nuklearen Kettenreaktion war, darf das grenznahe AKW keinesfalls wieder ans Netz gehen", so Sima am Freitag gegenüber dem Pressedienst der SPÖ. ****

Selbst die als Temelin-Hardlinerin bekannte Chefin der tschechischen Aufsichtsbehörde, Dana Drabova, hätte erst gestern vor einem übereilten neuen Hochfahren gewarnt, sie hat den Betreibern laut der Tageszeitung "Mlada fronta Dnes" hohe finanzielle Sanktionen angedroht, falls der Reaktor noch einmal aus den selben Gründen wie letzte Woche ausfallen würde. "Wenn selbst die Atomaufsichtsbehörde schon kritische Aussagen und Warnungen von sich gibt, lässt sich erahnen, wie ernst es um das Sicherheitsniveau Temelins tatsächlich steht. Ungeachtet der vielen ungelösten Sicherheitsprobleme wollen die Betreiber ihr Prestigeobjekt in einer Husch-Pfusch-Aktion dennoch so rasch als möglich wieder ans Netz bringen", warnt Sima. Einmal mehr werde klar, dass die österreichische Bundesregierung das Energiekapitel mit Tschechien viel zu früh abgeschlossen und damit Temelin mit all seinen Konsequenzen akzeptiert habe. (Schluss) ml/mp/mm

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