AK: Regierung muss Empörung über Ambulanzgebühr ernst nehmen

Betroffene beschweren sich - AK verlangt ersatzlose Streichung der ungerechten "Steuer für Kranke"

Wien (AK) - Die Menschen sind empört über die Ambulanzgebühr, zu Beschwerden über die Vorschreibungen müssen sie erst gar nicht aufgerufen werden, reagiert die AK auf die heutigen Vorwürfe von Staatssekretär Waneck. Wie groß der Ärger der Betroffenen über die Ambulanzgebühr ist, zeigen steigende Anfragen bei der AK. Die AK ExpertInnen informieren über Befreiungsmöglichkeiten. Bei Unklarheiten über die Vorschreibung empfehlen sie, einen Bescheid zu verlangen. Dieser Bescheid ist außerdem Voraussetzung für eine mögliche Rückerstattung, wenn der Verfassungsgerichtshof die Ambulanzgebühr aufhebt. Die AK verlangt jeden Falls, dass die Ambulanzgebühr wieder ersatzlos gestrichen wird. Sie ist eine ungerechte "Steuer für Kranke" - und gefährlich für die Gesundheit, weil sie PatientInnen vom Besuch einer Spitalsambulanz abschrecken kann. ****

Die Ambulanzgebühr ist gesundheitspolitisch verfehlt, kritisiert die AK: Kranke werden einseitig belastet. Dagegen ist die AK immer aufgetreten. Auch der von Waneck behauptete Lenkungseffekt stimmt so nicht, so die AK ExpertInnen: Dass um 230.000 Ambulanzbesuche weniger gezählt werden, liege nur daran, dass jetzt nicht mehr zum Beispiel auch das Abholen von Befunden mitgezählt wird. Darüber hinaus ist für die AK klar, dass die meisten PatientInnen einfach auf die qualifizierte Behandlung in Spitalsambulanzen angewiesen sind: 70 Prozent werden von ÄrztInnen, oft von FachärztInnen überwiesen. Auch aus diesem Grund verlangt die AK, dass die unfaire Ambulanzgebühr wieder ersatzlos gestrichen wird.

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