Maier: Anfrage zu Rindfleisch-Kampagne der AMA

Wird Molterer die Kürzungen im Bereich der Biobauern zurücknehmen?

Wien (SK) Eine Anfrage zu einer von der AMA geplanten Rindfleisch-Kampagne brachte heute die SPÖ an den zuständigen Minister Molterer ein. Die EU-Kommission hat im Dezember 2001 360.000 Euro Beihilfe zur insgesamt 600.000 Euro teuren Rindfleisch-Werbekampagne beschlossen. Die SPÖ fordert daher Minister Molterer auf, umgehend die Budgetkürzungen im Bereich Biolandbau zurückzunehmen, erklärte heute SPÖ-Konsumentenschutzsprecher Johann Maier. ****

Welchen Stellenwert die Biolandwirtschaft für die AMA hat, ist spätestens seit dem "Rindfleischkongress", wo ein von der AMA eingeladener Experte die österreichischen Biobauern und ihre Produkte auf das unsachlichste diffamierte. Es wäre in jedem Fall angebracht dem Fleisch aus Bioproduktion einen besonders hohen Anteil bei der Kampagne zukommen zu lassen. Gerade auch im Hinblick auf die gestrige Auseinandersetzung zwischen Bioverbänden und AMA bezüglich eines neuen Gütesiegels zeigen, dass von der Vorgangsweise der Agrarmarkt Austria schnellstens abgegangen werden muss, betonte Maier.

Mit der SPÖ-Anfrage werden auch geplante Konsequenzen des Landwirtschaftsministeriums gegen die Firmen des Unternehmers R. in Martinsberg, die jahrelang als AMA-Gütesiegelbetrieb schwerwiegende Manipulationen von Herkunft, Bezeichnung, Kennzeichnung und allen voran Qualitätsstandards bei Fleisch vorgenommen haben. Dies geschah eindeutig zum Schaden der KonsumentInnen, die glaubten gesunde Bioprodukte gekauft zu haben. Der Landwirtschaftsminister muss der Entwicklung, dass immer weniger Betriebe ökologischen Landbau betreiben, umgehend entgegenwirken, erklärte Maier abschließend. (Schluss) se/mm

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