Umweltdachverband: 92% Prozent der Österreicher für Selbstbestimmung über die heimische Wasserkraft

Eine brandaktuelle Umfrage des Umweltdachverbandes zeigt: Österreich darf das Heft bei der heimischen Wasserkraftproduktion nicht aus der Hand geben!

Wien (OTS) - Eine überwältigende Mehrheit der ÖsterreicherInnen -genau 92% - spricht sich für den Verbleib der uneingeschränkten Verfügungsgewalt über die heimische Wasserkraft in Österreich aus. Mehr als zwei Drittel ist es sogar sehr wichtig, dass keine Verfügungsrechte ans Ausland abgegeben werden. Nur 18% der Befragten glauben, dass die Verbundgesellschaft mit E.ON bessere Chancen im europäischen Markt hat, während die Mehrheit (69%) der Meinung ist, dass Österreich dadurch die Verfügungsgewalt über die heimische Wasserkraftproduktion verlieren würde. Das sind Ergebnisse der jüngsten repräsentativen Telefon-Blitzumfrage des market-Institutes im Auftrag des Umweltdachverbandes. Befragt wurden 400 Personen am 12. und 13. Februar 2002 in ganz Österreich.

"Unsere Umfrage zeigt, dass kaum ein politisches Thema so verfolgt wird, wie der drohende Ausverkauf der heimischen Wasserkraft an den deutschen Atomkonzern E.ON. Der Umgang mit dem österreichischen Tafelsilber wird von der Bevölkerung sehr kritisch beäugt, und das über alle Parteigrenzen hinweg", analysiert Dr. Werner Beutelmeyer, Chef des market-Institutes. Laut Umfrage sind nur 12% der Österreicher der Meinung, dass die Regierung sorgsam und zukunftsorientiert mit dem öffentlichen Eigentum umgeht. Vom Gegenteil sind immerhin 30% überzeugt.

Gerhard Heilingbrunner, Präsident des Umweltdachverbandes dazu:
"Das muss den Verantwortlichen endlich zu denken geben. Die neue Chance für einen nationalen Konsens und eine starke österreichische Stromlösung muss von der Bundesregierung genutzt werden. Beinahe neunzig Prozent der ÖsterreicherInnen (89%) favorisieren eindeutig eine österreichische Stromlösung - und das ohne den Atomstromkonzern E.ON."

Die Ergebnisse im Detail:

79% aller Österreicher wissen um den drohenden Ausverkauf der heimischen Wasserkraft an den deutschen Atomkonzern E.ON.

92% wollen, dass die Verfügungsgewalt über die heimischen Wasserkraftwerke uneingeschränkt in Österreich bleibt.
Ebenso viele würde es stören, wenn in Folge des E.ON-Verbund Deals die Energieabhängigkeit vom Ausland weiter zunehmen und die Atomstromimporte dadurch ansteigen würden - 77% würde es sogar sehr stören!

Die überwältigende Mehrheit von 89% will, dass sich die Verbundgesellschaft mit den Landesenergiegesellschaften auf eine österreichische Stromlösung verständigt.

Eine ebenso überwältigende Mehrheit von 88% lehnt eine Beteiligung des Atomstromkonzerns E.ON an einer österreichischen Stromlösung dezidiert ab.

80% der ÖsterreicherInnen sind der Meinung, es ist nicht mit der österreichischen Anti-Atompolitik vereinbar, dass sich Mitglieder der Bundesregierung für eine Zusammenarbeit mit dem deutschen Atomstromkonzern E.ON stark machen.

Nur 12% der Befragten glauben, dass die Bundesregierung sorgsam und zukunftsorientiert mit dem Staatsbesitz umgeht - 30% sind vom Gegenteil überzeugt.

Fazit: "Österreich darf das Heft bei der heimischen Wasserkraftproduktion nicht aus der Hand geben!", fordert Heilingbrunner.

Zur Information: Charts zur Umfrage mailen wir Ihnen auf Anfrage gerne zu!

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Dr. Ernst Partl, Energiesprecher
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ernst.partl@umweltdachverband.at

Dr. Sylvia Steinbauer, Öffentlichkeitsarbeit
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