AK Tumpel: Konsumenten brauchen die doppelte Preisauszeichnung noch länger

Wien (AK) - "Die Ministerien haben gegen die Konsumenten entschieden", kritisiert AK Präsident Herbert Tumpel die heutige heutigen Entscheidung der Preiskommission, die doppelte Preisauszeichnung nicht zu verlängern. "Ich bleibe bei meiner Forderung im Sinne der Sicherheit der Konsumenten die doppelte Preisauszeichnung bis Juli zu verlängern." Tumpel fordert Wirtschaftsminister Bartenstein auf, sich nicht hinter den Ministerienvertretern in der Preiskommission zu verstecken und eine entsprechen Verordnung zu erlassen. "Der Wirtschaftsminister darf die Interessen der Konsumenten nicht ignorieren, ein Aufruf an die Wirtschaft genügt nicht, weil sich gerade die schwarzen Schafe daran nicht halten werden", sagt Tumpel. ****

Bei der heutigen Sitzung der Preiskommission haben AK, ÖGB und Pensionistenvertreter die Verlängerung der doppelten Preisauszeichnung bis zum Sommer verlangt. Die Ministerienvertreter haben dennoch dagegen entschieden. "Und das, obwohl die Wünsche der Konsumenten klar sind", sagt Tumpel. Das hat eine Umfrage des Gallup-Instituts im Auftrag der AK gezeigt:

+ 23 Prozent der Befragten orientieren sich nach wie vor ausschließlich an der Preisangabe in Schilling, 48 Prozent an der doppelten Preisangabe. Das heißt, für drei von vier Konsumenten ist die Schillingangabe eine wichtige Orientierungshilfe.

+ 81 Prozent der Konsumenten rechnen, wenn sie in Euro zahlen, den Betrag noch in Schilling um.

+ Die Frage, ob sie schon sattelfest mit dem Euro sind, wird nur von 19 Prozent der Österreicher mit Ja beantwortet. Fast die Häfte der Befragten schätzt, noch zumindest ein Vierteljahr zu brauchen, um mit dem Euro gleich gut umgehen zu können, wie mit dem Schilling. 16 Prozent denken, es dauert noch mindestens ein halbes Jahr.

+ 46 Prozent der Österreicher wünschen sich daher eine Verlängerung der doppelten Preisauszeichnung, besonders Frauen (54 Prozent) und Konsumenten mit niedrigem oder mittleren Haushaltseinkommen (57 Prozent) sind für eine gesetzliche Verlängerung der doppelten Preisauszeichnung, damit sie ein besseres Gefühl für die neue Währung bekommen.

"Jetzt muss der Wirtschaftsminister handeln", sagt Tumpel, "Minister Bartenstein kann und muss die doppelte Preisangabe per Verordnung verlängern."

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AK Wien Presse Christian Spitaler

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