Aks-Wien: "Wir wollen wählen"

Wien (OTS) Bei der heutigen Pressekonferenz über die Ergebnisse der Wahlalterssenkung konnte folgendes festgehalten werden:Insgesamt wurden 13 814 Fragebögen abgegeben. Die Frage, ob Jugendliche zur Genüge berücksichtigt werden, wurde von einer deutlichen Mehrheit der Befragten verneint. Die Frage danach, ob man künftig seine VertreterInnen selbst wählen wolle, wurde mehrheitlich befürwortet. Bei der Frage nach einer Senkung des Wahlalters zeigte sich, daß die Zustimmung unter den tatsächlich Betroffenen, den 14-16 Jährigen, überdurchschnittlich hoch ist. Ähnliches lässt
sich über das Ergebnis der Frage nach dem passiven Wahlrecht sagen. ****

Lea Rennert, Vorsitzende der aks-Wien meint dazu: "Das Ergebnis ist relativ deutlich. Nicht nur, daß sich die Mehrheit der Jugendlichen nicht vertreten fühlt - das Interesse der 14-16 Jährigen an demokratischer Mitbestimmung ist höher als oftmals behauptet. Wahlergebnisse in Deutschland, wo in einigen Bundesländern das Wahlalter bereits gesenkt wurde, stellen das ja auch eindeutig unter Beweis. Unter den 16-35 Jährigen lag die Wahlbeteiligung der 16-17 Jährigen deutlich über dem Durchschnitt."

"Das Argument, Jugendliche interessierten sich nicht für Politik wurde schon bei der Einführung des Frauenwahlrechts verwendet -damals wie heute ein Vorwand!". "Angesichts der blau-schwarzen Bildungspolitik, ist es zwar nachvollziehbar, dass sich die ÖVP so vehement gegen die Wahlaltersenkung stellt. Die aks-Wien wird sich aber gerade deswegen umso stärker für das Recht der Jugendlichen auf demokratische Mitbestimmung, also für eine rasche Wahlaltersenkung, einsetzen." (Schluss)

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Florian Kahofer

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