Gradwohl zu AMA-Diskussion: Sich Wundern ist zu wenig!

SPÖ-Anfrage zu skandalöser Biodiffamierung

Wien (SK) Zur heute erneut aufgeflammten Diskussion um die Agrarmarkt Austria und ihrer Einstellung gegenüber Bio-Landwirten und deren Produkte, betonte SPÖ-Landwirtschaftssprecher Heinz Gradwohl, dass jetzt das Maß voll sei. Der besondere Stellenwert der Biobauern bei der AMA liegt spätestens seit einer von der AMA selbst durchgeführten internationalen Tagung, bei der es zu einer ungeheuerlichen Diffamierung der österreichischen Biobauern gekommen war, klar auf dem Tisch. Die SPÖ unterstützt die Forderung des WWF, das irreführende angebliche Bio-Gütesiegel umgehend auslaufen zu lassen oder in einer Weise zu verändern, die weniger Verunsicherung hervorruft, betonte SPÖ-Landwirtschaftssprecher Heinz Gradwohl. ***

Die SPÖ bringt aus aktuellem Anlass heute eine parlamentarische Anfrage an Landwirtschaftsminister Molterer ein, die sich mit der skandalösen Biodiffamierung im Rahmen einer AMA-Veranstaltung auseinandersetzt. Durch diese Veranstaltung ist der Biolandwirtschaftsbewegung in Österreich schwerer Schaden zugefügt worden. Die österreichischen VerbraucherInnen, die immer mehr nach Bioprodukten fragen, mussten aufgrund der Berichterstattung den Eindruck gewinnen, dass die AMA einen Gastreferenten nach Österreich geholt hat, dessen einzige Aufgabe es war Österreichs Biobauern zu diskreditieren. Immerhin handelt es sich um 10 Prozent der österreichischen Bauern, die hier in aller Öffentlichkeit diffamiert wurden. Die Experten der Agrarmarkt Austria haben dazu bis jetzt kein Wort verloren. Die SPÖ hinterfragt daher u.a. mittels einer parlamentarischen Anfrage, wie der "Fleischkongress" finanziert wurde, welche Sponsoren mit welcher Summe beteiligt waren und aufgrund welcher Kriterien AMA ihren Experten Pollmer ausgewählt und eingeladen hat.

Auf die Antworten Molterers kann man wirklich gespannt sein. "Sich wundern" wie dies die AMA heute tat ist in der Tat zu wenig, schloss Gradwohl. (Schluss) up/mp/mm

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