Fahrtechnikzentrum Hohenems: Sicherheit vor der HaustürBILD

LR Rein: Fahrtechnikzentrum ist notwendige Infrastruktur für Mehrphasenführerschein

Bregenz/Hohenems (VLK) - Im Flugplatzgelände in Hohenems
soll das Vorarlberger Fahrsicherheitszentrum des ÖAMTC
entstehen. Dieser wichtige Beitrag zur Verkehrssicherheit
im Lande liegt im öffentlichen Interesse, betonte
Verkehrslandesrat Manfred Rein heute, Donnerstag in einer Pressekonferenz im Landhaus in Bregenz: "Nicht nur dass
beim Flugplatz Hohenems ein bestens geeignetes Grundstück
zur Verfügung steht, auch die anstehende Novelle des Führerscheingesetzes legt uns die Realisierung einer
solchen Anlage nahe". ****

Das praktische Fahrsicherheitstraining ist auch ein
Kernstück der kommenden zweiten Ausbildungsstufe beim Führerscheinerwerb. Die für das kommende Jahr geplante Führerscheinnovelle sieht unter anderem ein praktisches Fahrsicherheitstraining vor. Stefan Bickel vom Kuratorium
für Verkehrssicherheit (KfV) dazu: "Geringe Fahrpraxis
gepaart mit höherer Risikobereitschaft sind auf der Straße
eine besonders gefährliche Mixtur. Ohne eigenes
Fahrtechnik-Zentrum im Land ist der organisatorische Ablauf
und damit die Umsetzung der Mehrphasenausbildung massiv
gefährdet".

Das Interesse an Fahrsicherheitstrainings ist groß,
berichtete Michael Kubesch, Direktor des ÖAMTC Vorarlberg:
"Fahrzeuglenker, die ein Fahrsicherheitstraining besuchen
wollen, müssen - mit Ausnahme des Zweiradfahrtechnikkurses
des Gendarmeriesportvereins - Hunderte von Kilometern
fahren, um in eines der bestehenden Fahrsicherheitszentren
zu gelangen".

Kaum Verkehr und kein Lärm

Der ÖAMTC rechnet in Hohenems mit rund 6.000 bis 8.000 Teilnehmern pro Jahr. Die Kapazität des neuen Fahrsicherheitszentrums wäre für täglich 3 Kurse á 12
Personen ausgelegt. Kubesch: "Das heißt, bei maximaler
Kursbelegung würden 36 Fahrzeuge täglich zum Gelände zu-
bzw. abfahren. Im Jahresschnitt sind es 20 Fahrzeuge pro
Tag." Landesrat Rein stellte dazu einen Vergleich an: "Das jährliche Vekehrsaufkommen entspricht etwa einem Drittel
des Verkehrsaufkommens beim Messepark an einem Wochenende".

Keine Motorsport-Großveranstaltungen

Rein zeigte auch Verständnis für die Ängste der Anrainer
und betonte, dass auf dem Gelände des neuen
Fahrsicherheitszentrum "keine Motorsport-
Großveranstaltungen stattfinden werden, dafür ist das
Gelände nicht vorgesehen".

Die Investitionssumme beträgt rund 3,65 Millionen Euro.
Nach Abschluss aller Behördenverfahren, die derzeit laufen,
wird mit einer Errichtungszeit von einem guten halben Jahr gerechnet. Als Ziel setzen sich die Verantwortlichen einen Fertigstellungstermin mit Spätherbst 2002.
(tm/dig,nvl)

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