Leitl trifft Botschafter der EU-Beitrittsländer: "Wirtschaft lebt bereits die EU-Erweiterung"

Rascher Verkehrsinfrastrukturausbau zu Beitrittsländer -Cross-border-Kooperationen und EU-Förderungen für KMUs in Grenzregionen forcieren

Wien (PWK118) - WKÖ-Präsident Christoph Leitl trifft heute, Donnerstag, mit den Botschaftern aller EU-Erweiterungsländer in Wien zusammen. Bei dem inzwischen jährlich stattfindenden Meinungsaustausch betont Leitl, dass sich die Wirtschaftskammer Österreich im ständigen Dialog mit den EU-Beitrittskandidatenländern befindet. "Während politisch noch diskutiert wird, erlebt und vollzieht die Wirtschaft die EU-Erweiterung bereits seit Jahren. Dies zeigt sich vor allem in der Intensivierung des Außenhandels, der bei den österreichischen Exporten in die Reformländer seit 1995 um mehr als 100 % anstieg." Da die EU-Erweiterung sowohl für Österreich und die gesamte EU als auch für die künftigen EU-Mitglieder eine "win-win-Situation" darstellt, spricht sich Leitl für einen raschen Beitritt der Kandidatenländer aus: "Die Beitrittsverhandlungen mit den mittel- und osteuropäischen Regierungen sollten bis Jahresende zu einem positiven Abschluss gebracht werden, damit Ende 2004 die ersten Beitritte erfolgen können."

Natürlich müssen noch einige Hausaufgaben dafür erledigt werden, merkt Leitl an. "Die volle Integration der Beitrittsländer muss durch adäquate Verkehrsverbindungen gewährleistet und von allen Verkehrsträgern unterstützt werden. Der vor drei Wochen von der österreichischen Bundesregierung vorgelegte Generalverkehrsplan muss nach Ansicht der WKÖ um schnellere Anbindung an die Beitrittskandidatenländer im Bereich der Straße und Schiene ergänzt werden." Weiters müssen verstärkt die Möglichkeiten der EU-Grenzlandförderung ausgenützt und die KMUs in den Grenzregionen unterstützt werden. Die grenzüberschreitende Zusammenarbeit zwischen Österreich und den angrenzenden Beitrittkandidatenländern soll auf weitere Bereiche wie Forschung und Ausbildung ausgebaut und so die Nachbarländer, die jetzt durch eine politische EU-Außengrenze getrennt sind, wirtschaftlich noch mehr verbunden werden.

"Die zunehmende Rechtssicherheit in den Kandidatenländern wird das Vertrauen der Unternehmen weiter stärken und sich positiv auf das Investitionsklima in den mittel- und osteuropäischen Ländern auswirken", ist Leitl überzeugt. Österreich zählt bereits zu den Hauptinvestoren in Mittel- und Osteuropa: der Bestand der österreichischen Direktinvestitionen erreichte bis Ende 2000 fast 7,3 Mrd Euro (100 Mrd ATS). In den 10 Beitrittsländern bestehen derzeit 11.000 Vertriebs- und Produktionsniederlassungen mit österreichischer Beteiligung. "Österreich wird sich zunehmend einem verstärkten Wettbewerb mit anderen EU-Ländern am osteuropäischen Markt stellen müssen. Umso wichtiger ist es, unsere ausgezeichneten Kontakte zu den MOEL zu pflegen und weiter zu vertiefen", erklärte Leitl. Deshalb werden auch die Marketing-Kleinbüros der Außenwirtschaft Österreich der WKÖ an expansiven Plätzen weitergeführt und die in den Zielländern sehr geschätzten Aus- und Weiterbildungsprogramme des WIFI 2002 fortgesetzt. (Ne)

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