Wiener Grüne fordern sofortige Einbürgerungs-Offensive

Wien, (OTS) Als Antwort auf den von der Bundesregierung angekündigten Integrationsvertrag fordern die Wiener Grünen eine sofortige Einbürgerungs-Offensive. Wie Stadträtin Mag. Maria Vassilakou am Donnerstag in einem Pressegespräch betonte, hätten die vorgesehenen Maßnahmen der Bundesregierung nichts mit Migration zu tun. Aus diesem Grund sei eine Einbürgerungs-Offensive jetzt erforderlich, damit Migranten eine echte Chance auf Integration haben.

Als Eckpunkte ihrer Forderung legte Vassilakou der Stadt Wien nahe, eine Kampagne zu starten, um MigrantInnen zu informieren und zu einem entsprechenden Antrag einzuladen. Weiters sollten die Landesgebühren einkommensabhängig gestaltet werden. Gedacht wird an die Schaffung eines Einbürgerungsfonds zur Unterstützung von mehrköpfigen, finanzschwachen Familien bei den Gesamtgebühren. Auch sei die Aufstockung des Personals der MA 61 dringend nötig. Nicht zuletzt sollte bei Feststellung von Schwierigkeiten mit der deutschen Sprache ein Kursplatz gesichert sein, um die Einbürgerung zu erleichtern.

Für Wien würden sich durch eine Einbürgerungs-Offensive zahlreiche Vorteile ergeben, führte Vassilakou weiter aus. MigrantInnen würden rechtlich und emotional in ihrer Stadt verankert; die Anhebung des sozialen Status einer großen Bevölkerungsgruppe sei ein starkes und volkswirtschaftliches Argument; der "Ausländeranteil" sei aufgrund der restriktiven Einbürgerungspolitik Österreichs hoch -rund 83 Prozent der rund 256.000 ausländischen Staatsangehörigen würden bereits länger als acht Jahre hier leben.

Die Grünen wollen zu diesem Thema das Gespräch suchen und zeigen sich optimistisch, dass auch andere Parteien ihren Vorstellungen entsprechen werden.

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