Pirklhuber: Molterer’s AMA betreibt Etikettenschwindel

Wo Tiere auf der Weide draufstehen, kann konventionelle Landwirtschaft drinnen sein

Wien (OTS) "Die AMA-Marketing GesmbH, die nach wie vor mit Rindern und Hühnern auf der Weide wirbt, betreibt Ettikettenschwindel", kritisiert der Landwirtschaftssprecher der Grünen, Wolfgang Pirklhuber. Die AMA können keine keine Daten zu den Haltungssystemen der Gütesiegelbetriebe vorlegen und Minister Molterer hat in einer Anfragebeantwortung zugeben müssen, daß die AMA-Gütesiegel-Richtlinien für Frischfleisch (Schwein, Rind) derzeit keine über die gesetzlichen Vorgaben hinausgehende Tierhaltungsvorschriften beinhalten

Molterer widerspricht damit älteren Versprechungen, wonach die AMA strengere Tierhaltungsstandards einführen werden. Davon will Minister Molterer nun offensichtlich nichts mehr wissen.

Dazu paßt, daß die AMA den Löwenanteil ihre Marketingbudgets immer noch für das konventionelle AMA-Gütesiegel verwendet und nicht für die Bewerbung des Biolandbaus eingesetzt wird. Von den jährlich 23,75 Mio €, wurden 1999 nur 4 % der Mittel für den Biolandbau eingesetzt. Die Zahl der AMA-Gütesiegel-Betriebe umfaßt weniger als 20 000 Landwirtschaftsbetriebe. Obowhl der Biolandbau gleich viele Betrieben aufweist und die höchste Akzeptanz bei den KonsumentInnen findet, führt er innerhalb der AMA nach wie vor ein Schattendasein, so Pirklhuber.

"Das AMA-Gütesiegel versucht zudem bewußt zu verschleiern, daß sich der Biolandbau wesentlich vom konventionellen Landbau unterscheidet"! Diese Aussage wurde unlängst durch ein Urteil des obersten Gerichtshofes gegen den Revisionsrekurs der AMA in einem anhängigen Verfahren bestätigt. Damit wird auch die Kritik der Umweltorganisationen bestätigt.

"Molterer muß das österreichische Agrarmarketing grundsätzlich reformieren, Prioritäten neu setzen und dem Biolandbau als Landwirtschaftsmethode der Zukunft entsprechende Marketingmittel in die Hand zu geben", so Pirklhuber.

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