Sallmutter: KV-Abschluss in Sozialversicherung ist Erfolg gewerkschaftlichen Engagements

"Müssen den Weg der Einbindung der Mitglieder in der KV-Politik konsequent weiter beschreiten"

Wien (GPA). Zufrieden zeigt sich der Vorsitzende der Gewerkschaft der Privatangestellten (GPA) über den gestern getätigten KV-Abschluss für die 28.000 Beschäftigten in der Sozialversicherung. "Wenn man bedenkt, dass das ursprüngliche Angebot der Arbeitgeber unter 2 Prozent lag, so kann mit einer durchschnittlichen Erhöhung von 2,76 Prozent von einem Erfolg gesprochen werden. Für die unteren Einkommensgruppen gibt es einen Abschluss deutlich über der Inflationsrate. Der Abschluss auf zwei Jahre war zwar keine Forderung der Gewerkschaft, ist aber durch die verbriefte Zusicherung einer nachträglichen Inflationsabgeltung doch akzeptabel. Diese Vorgangsweise kann aber nur eine durch besondere Umstände bedingte, einmalige sein", betont Sallmutter.++++

Erfreulich sei außerdem, dass Verschlechterungen im Bereich des Dienstrechtes abgewehrt werden konnten. "Insgesamt zeigt der Abschluss von gestern, dass sich konsequentes gewerkschaftliches Engagement und die Einbindung der Betroffenen in eine Kollektivvertragsbewegung bewährt hat. Hier ist ein Weg beschritten worden, der für künftige KV-Verhandlungen vorbildlich sein soll", so der GPA-Vorsitzende.

Sallmutter wies in diesem Zusammenhang auf das kürzlich gestartete Projekt der GPA "kv-net" hin, in dessen Rahmen alle von Kollektivvertragspolitik betroffenen Personen, an einem breit angelegten Diskussionsforum, unter anderem im Internet (www.kv-net.at), teilnehmen können.

Sallmutter: "Von den Gewerkschaften wird zunehmend nicht nur das Engagement für die Mitglieder, sondern der vernetzte Dialog abverlangt. Nur wenn die Betroffenen den Kollektivvertrag als Instrument begreifen, das sie selbst mitgestalten können, werden sie auch bereit sein, das nötige Engagement zur Durchsetzung von Forderungen an den Tag legen."

ÖGB, 14. Feber 2002
Nr. 136

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