Mitterlehner begrüßt Bemühungen um "Österreich-Lösung" bei Stromversorgung

Nutzung von Synergien bei österreichischer Stromlösung darf Wettbewerb zu Ungunsten der Kunden jedoch nicht verhindern

Wien (PWK116) - Eine Neustrukturierung der heimischen Energieversorger in einem liberalisierten Markt, hin zu größeren Wirtschaftseinheiten, die miteinander im Wettbewerb stehen, ist aus Sicht der Wirtschaftskammer Österreich zu begrüßen. "Eine enge Kooperation der heimischen Stromanbieter ist durchaus vorstellbar, solange diese nicht dazu führt, dass der Wettbewerb am österreichischen Strommarkt zu Ungunsten der Kunden eingeschränkt wird. Die Wirtschaftskammer hat immer klar gemacht, dass ein niedriger Strompreis und eine sichere Energieversorgung wichtige Standortfaktoren sind", kommentiert WKÖ-Generalsekretärstellvertreter Reinhold Mitterlehner das aktuelle Ergebnis des "Stromgipfels".

Wasser ist nicht nur potentielle Energie, sondern einer der wahren Schätze Österreichs. Daher sollten im Bereich der Wasserkraft die Synergien primär in Österreich organisiert werden, bzw. unter der industriellen Führerschaft österreichischer Energieversorger. Mitterlehner: "Eine Österreich-Lösung bedeutet ja nicht, dass kluge strategische Allianzen mit ausländischen Unternehmen ausgeschlossen sind. Eine Ausgestaltung der Zusammenarbeit obliegt aber den Unternehmen und nicht der Politik. Die Unternehmen müssen in einem freien Strommarkt den Handlungsspielraum erhalten, den sie brauchen, um nachhaltig am europäischen Energiemarkt zu bestehen zu können."

Damit Österreichs Betriebe nach Netz-Fusionen nicht plötzlich mit höheren Durchleitungstarifen konfrontiert werden beobachtet die Wirtschaftskammer die Entwicklung der Höhe der Durchleitungstarife in den einzelnen Bundesländern sehr genau. "So haben beispielsweise in der Steiermark die STEWEAG und die STEG ihre Netze zusammengelegt. Wir erwarten, dass durch eine Fusion die ehemaligen Kunden der STEG nicht in ihrer Wettbewerbsfähigkeit benachteiligt werden, indem sie ein arithmetisches Mittel aus den Tarifen der STEG und STEWEAG zahlen müssen. Dies wäre nicht akzeptabel", stellt Mitterlehner klar. (Ne)

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