Heindl: Massiver Koordinierungsbedarf innerhalb des WIFO!

Legale Arbeit und Unternehmen stärken, nicht schwächen

Wien (PWK115) - "Wir wissen, dass die Schattenwirtschaft in Österreich eine Wachstumsbranche ist. Um den Pfusch einzudämmen, bedarf es aber guter Konzepte - die teilweise schon am Tisch liegen -und die Grundlage sind für eine Eindämmung der Schattenwirtschaft. Dass nun scheinbar ein WIFO-Mitarbeiter beginnt, in der Schattenwirtschaft einen nützlichen und positiven Wirtschaftszweig zu sehen, wird von unserer Seite nicht unterstützt", sagte heute, Mittwoch, der Geschäfstführer der Bundessparte Gewerbe, Handwerk und Dienstleistung, Mag. Helmut Heindl, auf heute publizierte Aussagen. Wenn noch dazu von WIFO-Seite der Nutzen des sogenannten "Luxemburger Modells" (Reduktion der Mehrwertsteuer) in Frage gestellt werde, dann sei dies gänzlich "unverständlich". Denn gerade das WIFO habe ja schließlich in einer noch nicht lange zurückliegenden Studie auf den volkswirtschaftlichen Nutzen dieses Modells hingewiesen. Aus diesem Grund orte er einen "massiven Koordinierungsbedarf" innerhalb des WIFO.

Für die heimischen Wirtschaftstreibenden ist der Pfusch Jobkiller Nummer eins. "Es ist daher geradezu kontraproduktiv, Schattenwirtschaft als einen Akt der Notwehr und als Kavaliersdelikt abzutun", kritisiert Heindl, der gleichzeitig aber darauf hinweist, dass es nicht darum gehe, den guten österreichischen Brauch der Nachbarschaftshilfe zu kriminalisieren. Versäumnisse in der Pfusch-Politik, wie jene des damaligen Finanzministers Rudolf Edlinger, der 1999 die Chance einer wirksamen Bekämpfung der Schwarzarbeit vertan habe - nämlich an der hohen Steuerbelastung der Dienstleister anzusetzen - dürften insgesamt jetzt nicht bagatellisiert werden.

Heindl: "Auf Grundlage der vielfältigen Erkenntnisse in diesem Bereich wollen wir gerade vom WIFO Vorschläge sehen, die helfen, diese für die heimischen Unternehmer und Gewerbetreibenden bestehenden Wettbewerbsnachteile abzuwenden." Schließlich könne es nicht darum gehen, legale Arbeit und Unternehmen zu schwächen, sondern in einer Gesamtbetrachtung zu guten und zufriedenstellenden Lösungen für die heimische Wirtschaft zu kommen. "Wir wollen auf den richtigen Weg zurück. Und der Weg dorthin kann nicht zu einer weiteren Stärkung des Pfuschertums führen", betont Heindl. (us)

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