Restaurierung der Albertina

Mailath-Pokorny: Prunkräume für demokratische Nutzung öffnen

Wien, (OTS) Im Zuge der Um- und Ausbauarbeiten der Wiener Albertina zu einem modernen Museumsbetrieb mit allen notwendigen infrastrukturellen Einrichtungen wird auch das historische Palais restauriert. Sowohl die Fassade wie auch die Prunkräume der Albertina werden dabei in ihrer ursprünglichen Pracht wieder hergestellt. Kulturstadtrat Dr. Andreas Mailath-Pokorny stellte in einem Pressegespräch am Mittwoch anlässlich der Restaurierungsarbeiten fest, es sei ihm ein Anliegen, dass die Prunkräume der Albertina in Zukunft für eine demokratische Nutzung, für Veranstaltungen verschiedenster Art zugänglich gemacht werden. An dem Pressegespräch nahmen auf Einladung von Direktor Dr. Klaus Albrecht Schröder auch Bundesministerin Elisabeth Gehrer und Dr. Hannes Androsch als Präsident der Freunde der Albertina teil. In einer gemeinsamen Anstrengung von Bund, Stadt Wien und privaten Sponsoren, so alle Beteiligten, sei es gelungen, insgesamt 96 Millionen Schilling (6,99 Millionen Euro), zu je einem Drittel aufzubringen, um die Finanzierungslücke zu decken, die sich aus der Restaurierung von Fassade und Prunkräumen ergeben habe.

Die Öffnung der Prunkräume, zum Beispiel auch für Wiener Vorlesungen, sei neben künstlerischen und kunsthistorischen Aspekten einer der wesentlichen Gründe dafür, dass sich die Stadt Wien in einem erheblichen Ausmaß an der Finanzierung der Arbeiten beteiligt habe, sagte Mailath-Pokorny. Wien habe seinen Drittel-Anteil zur Deckung der Finanzierung dieses Vorhabens aus Rücklagen des Altstadterhaltungsfonds aufgebracht. Mailath-Pokorny wies auch darauf hin, dass mit Hilfe des Altstadterhaltungsfonds in dessen 30jährigen Bestehen 3.700 Gebäude mit einem Aufwand von 170 Millionen Euro denkmalgerecht restauriert worden sein.

Bundesministerin Elisabeth Gehrer verwies darauf, dass der Bund seit Jahren erhebliche Mittel in die Wiener Museumslandschaft investiert habe. Die Renovierung der Albertina als eine umfassende Bildungseinrichtung sei ein großes Anliegen. Hannes Androsch betonte die Notwendigkeit privaten Engagements für die Kultur. Direktor Klaus Albrecht Schröder erläuterte die Komplexität der notwendigen Arbeiten und kündigte die Eröffnung der Albertina für 17. März 2003 mit einer Reihe hochkarätiger Ausstellungen an. Für die Nutzung der Prunkräume seien Symposien, Vorträge, Präsentationen und Konzerte möglich.****

Die nun stattfindenden Arbeiten sind die ersten Renovierungsmaßnahmen seit 100 Jahren. In der dazwischenliegenden Zeit wurde das Palais durch Zerstörungen im Zweiten Weltkrieg und Verstümmelungen beim Wiederaufbau stark beeinträchtigt. Nun werden die Fassaden aus dem Jahr 1865 rekonstruiert und die ursprüngliche Geschosseinteilung des historischen Baues wieder sichtbar gemacht. Der Eingang wird wieder auf die Bastei, in das eigentliche Erdgeschoss verlegt, Balkone erhalten ihre ursprüngliche Situierung zurück.

Die aus dem Jahr 1822 stammenden klassizistischen Prunkräume werden in alter Pracht wieder hergestellt: Dazu zählt die Freilegung der kostbaren Intarsienböden von Joseph Danhauser und die Wiederherstellung der Skulpturen des Musen-Zyklus in ihrer ursprünglichen Form. Weiters werden die Stoffe für die Wandbespannung nach historischen Vorbildern neu gewebt, die Kristalllüster restauriert und rekonstruiert sowie die Vergoldungen im Goldkabinett und Prunkräumen auf ihren ursprünglichen Stand gebracht. Diese Arbeiten erfolgen mit einer Goldlegierung, die den Namen Albertinagold trägt und aus 22 Karat reinem Gold und einem Karat Silber und Kupfer besteht. Voraussetzungen für all diese Arbeiten sind natürlich auch grundsätzliche Renovierungsarbeiten an Heizung, Elektrik etc..

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o Albertina: www.albertina.at/

(Schluss) gab/vo

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