Konecny: Österreichs internationales Ansehen durch Haider schwer geschädigt

Wien (SK) "Haider versucht einmal mehr ganz Österreich in Geiselhaft zu nehmen. Die Frage, wer ihn legitimiert hat, dem irakischen Diktator Saddam Hussein die "Grüße des österreichischen Volkes" zu überbringen, wird Haider natürlich nicht beantworten. Auch nicht die, welche Konsequenzen die Bundesregierung aus den Erleuchtungen über "die Verschwörung der USA und des Zionismus" ziehen wird, die Haider in Bagdad erhielt." Als Faktum sei aber festzuhalten, dass Österreichs internationales Ansehen einmal mehr durch Haider schwer beschädigt wurde, betonte der Internationale Sekretär der SPÖ, Albrecht Konecny, gegenüber dem Pressedienst der SPÖ. ****

Die Groteske, dass Vizekanzlerin Riess-Passer diesen außenpolitischen "Abenteuer-Urlaub" Haiders als "humanitäre Mission" bezeichne, und die Tatsache, dass Haider jetzt ein Regime hofiere, dessen Vizepräsidenten Issad Ibrahim Westenthaler einst als "Kriegsverbrecher" attackiert hat, verrate viel über das riskante Verständnis von Außenpolitik durch die FPÖ-Spitze: "Auffallen ist alles, der Schaden, der Österreich dadurch zugefügt wird, ist uninteressant", so Konecny.

Unverantwortlich sei es aber, das Bundeskanzler Schüssel auch in diesem Fall seine traditionelle Rolle als "großer Schweiger" spiele und dass die "sonst gar nicht redefaule Außenministerin Ferrero-Waldner" in diesem Fall "kein kritisches Wort" über die Lippen bringe. "An der Macht zu bleiben, ist für die ÖVP-Spitze so entscheidend, dass sie sich auch zu der skandalösen Bloßstellung Österreichs durch Haider verschweigt", kritisierte Konecny abschließend. (Schluss) nf/mm

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