Fabrik der Zukunft: Optimale Verwertung von Steinobstfrüchten

Wien (OTS) - Im Rahmen des Forschungsförderungsprogramms "Fabrik der Zukunft" des Infrastrukturministeriums (BMVIT) erarbeiten Wissenschafter ein Konzept für die ganzheitliche Nutzung von Pfirsichen, Zwetschken und Kirschen im non-food-Sektor. Das Forschungsvorhaben wird vom Technischen Büro Wimmer geleitet und konzentriert sich besonders auf die Region Burgenland/Südoststeiermark.

Im Vordergrund des Projektes steht die "innovative Nutzung" der Früchte. Jeder Teil der Pflanze soll ausgenützt werden. Aus Pfirsichen, Zwetschken und Kirschen wird Blüten- und Blätterextrakt, Lignozellulose, Kernöl, ein kosmetisches Peeling oder ein Backzusatz zur Schokoladenproduktion. Für all diese - und noch einige weitere -gibt es bereits ein Netzwerk-Konzept, anhand dessen ein erstes Pilotprojekt initiiert werden soll. Oberstes Prinzip ist dabei die Kaskaden-Nutzung des Ausgangsrohstoffes. Die Experten greifen hier auf bereits bestehende Ressourcen von Obstproduzenten zurück und haben schon einige verarbeitende Unternehmen im Visier.

Vor dem Start des Pilotprojektes müssen noch einige Fragen geklärt werden. So muss die Ernte- und Verarbeitungstechnologie in Hinblick auf die neuen Ansprüche überprüft werden. Weiters soll das Marktpotenzial bei ausgewählten Zielgruppen und mit Hilfe einer entsprechenden Öffentlichkeitsarbeit verbessert werden.

Für den wirtschaftlichen Erfolg des Projektes ist vor allem die Förderung der Kooperation der verschiedenen Akteure - vom Landwirt über den Verarbeiter, Vermarkter bis hin zum Konsumenten - ein bestimmender Faktor. Auch die Unterstützung und Beratung der Landwirte und der Verarbeiter zur Erstellung von Vertriebsstrukturen und Entwicklung einer PR-Strategie ist zum Aufbau des Netzwerkes notwendig.

Das Forschungsförderungsprogramm "Fabrik der Zukunft" wird im Rahmen des Impulsprogramms "Nachhaltig Wirtschaften" des Infrastrukturministeriums durchgeführt. Für die erfolgreiche Abwicklung des Programms ist der Forschungsförderungsfonds für die gewerbliche Wirtschaft (FFF) zuständig.

In der ersten Antragsrunde des Programms wurden 20 Projekte ausgewählt. Die zweite Ausschreibungsrunde startet im kommenden März, Ende des Jahres 2002 soll ein dritter Aufruf für Projekteinreichungen veröffentlicht werden. Heuer und nächstes Jahr stehen jeweils rund 35 Mill. S (2,54 Mill. Euro) für Forschungsprojekte zu den Themenbereichen "Technologien und Innovationen bei Produktionsprozessen", "Nutzung nachwachsender Rohstoffe" und "Produkte und Dienstleistungen" zur Verfügung.

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