Mitversicherung: Kuntzl fordert sofortige Rücknahme dieser unsozialen Husch-Pfusch-Aktion

Wien (SK) Für die Rücknahme der Streichung der beitragsfreien Mitversicherung sprach sich SPÖ-Bundesgeschäftsführerin Andrea Kuntzl am Mittwoch gegenüber dem SPÖ-Pressedienst aus. "Wieder einmal stellt sich eine Maßnahme der blau-schwarzen Koalition als reine Schikane heraus, die den von der Regierung erwarteten budgetären Effekt weit verfehlt und zusätzlich die Krankenkassen in Finanzierungsprobleme bringt", so Kuntzl, die daran erinnerte, dass die Krankenkassen nach Inkrafttreten der Maßnahme mit Jänner 2001 monatelang damit beschäftigt waren, die Daten mittels aufwändigen und kostspieligen Fragebogen-Erhebungen zu ermitteln. Kuntzl reagierte damit auf die Aussagen des Obmanns der Wiener Gebietskrankenkasse, Franz Bittner, wonach etwa in Wien nur 32,8 Prozent der errechneten Summe eingegangen sei, in Oberösterreich habe man mit sechsmal, in Tirol mit siebenmal so hohen Beträgen gerechnet. Weil die Krankenkassen nun einen fix budgetierten Betrag bereits abliefern mussten, verschärfe sich deren Finanzierungsproblem noch. ****

Die Streichung der beitragsfreien Mitversicherung habe sich nun endgültig - ebenso wie die Ambulanzgebühren - als sozial unausgewogene Husch-Pfusch-Aktion herausgestellt. Inhaltlich bewerte die SPÖ die Abschaffung der kostenlosen Mitversicherung als Strafsteuer für jene Frauen, die nicht dem Familienbild der blau-schwarzen Regierung entsprechen. Dazu komme noch, dass diese Maßnahme Frauen in strukturschwachen Gebieten extrem benachteiligt, weil es gerade für sie wesentlich schwieriger ist, einen Arbeitsplatz zu finden. Kuntzl bekräftigt abschließend die Forderung der SPÖ nach einer sofortigen Rücknahme diese Maßnahme. (Schluss) se

Rückfragen & Kontakt:

Tel.: (01) 53427-275
http://www.spoe.at

Pressedienst der SPÖ

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | SPK/SPK