Medienstatement von Baxter zu "Spender- Entschädigung HCV/Österreich"

Wien (OTS) - "Das Entschädigungsprogramm, das Baxter seit 1998 ehemaligen Plasmaspendern angeboten hat, hat den Betroffenen eine schnelle und wirksame Unterstützung gebracht", sagte gestern Dienstag, 12. Februar 2002 Dr. Klaus Anderle, Gewerberechtlicher Geschäftsführer der Baxter AG. Das Unternehmen werte es als Erfolg, dass relativ rasch ein Fünftel der ursprünglich rund 200 angeschriebenen ehemaligen Spender in das Programm aufgenommen werden konnte. Darauf verwies das Unternehmen aus Anlass verschiedener Medienberichte in den letzten Wochen.

Das Entschädigungsprogramm war das Erste seiner Art für Hepatitis C Infizierte und wurde 1998 von Baxter in Zusammenarbeit mit der Hepatitis-Liga ins Leben gerufen um für eine bestimmte Gruppe ehemaliger Plasmaspender, die an einer Hepatitis C-Infektion leiden, eine soziale Absicherung zu ermöglichen. Im Zeitraum 1986/87 waren im damaligen Wiener Plasmazentrum der Immuno AG (heute Baxter AG) rund 200 Spender wegen erhöhter Werte bei einem Lebertest von der weiteren Plasmaspende ausgeschlossen worden. Dieser erhöhte Laborwert kann unter anderem durch eine Hepatitis C-Infektion verursacht werden, die zum damaligen Zeitpunkt aber noch nicht bekannt war und für die daher auch noch kein spezifischer Nachweis möglich war.

"Aufgrund der Informationen der Hepatitis-Liga gingen wir davon aus, dass bei einem Teil der damals ausgeschlossenen Spender tatsächlich eine Hepatitis C vorlag, und haben daher alle Betroffenen angeschrieben", sagt Dr. Anderle. Sie wurden darauf hingewiesen, dass sie möglicherweise an einer chronischen Hepatitis C-Infektion leiden und dass Baxter ihnen in diesem Fall eine Entschädigung anbietet. Eine Ursache für die auffällige Häufung von erhöhten Leberwerten konnte zwar trotz eingehender Untersuchungen nie festgestellt werden. Da aber ein Zusammenhang mit dem Zentrum nicht auszuschließen war, sah es Baxter als seine Verpflichtung an, den ehemaligen Spendern zu helfen, die mit ihrer Spende Kranken und Unfallopfern geholfen haben.

Baxter geht davon aus, dass alle der 1986/87 ausgeschlossenen Spender durch das Anschreiben und die Unterstützung des Gesundheits-und Innenministeriums sowie der Medien heute darüber informiert sind, dass bei ihnen damals möglicherweise eine Hepatitis C-Infektion vorlag. Von jenen, bei denen heute tatsächlich eine chronische Hepatitis C vorliegt, hat sich nach Einschätzung von Baxter der größte Teil am Baxter-Entschädigungsprogramm beteiligt. Sie haben dadurch ohne den aufwändigen und schwer zu führenden Nachweis der tatsächlichen Ursache ihrer Infektion rasch eine Unterstützung erhalten, abhängig vom Schweregrad der Erkrankung.

Eine Infektion mit Hepatitis kann zu schweren Schädigungen der Leber führen. Der spezifische Nachweis des Virus ist erst seit 1989 möglich. Seit es diesen Hepatitis C-Test gibt, wurden keine Infektionen im Zusammenhang mit der Plasmaspende bekannt.
Die Plasmaspende ist eine besondere Form der Blutspende, bei der auf schonende Weise das Ausgangsmaterial für lebensrettende Medikamente gewonnen wird. Zur Versorgung von Unfallopfern, Schwerkranken und insbesondere von Patienten mit angeborenen Krankheiten werden Medikamente eingesetzt, für deren Herstellung erhebliche Mengen an Plasma notwendig sind.

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