Schabl: Tirol: Postämter bleiben weiter offen; NÖ: Alle Postämter sollen zugesperrt werden

Was ein durchsetzungsfähiger Landeshauptmann so alles zusammenbringt; SPNÖ fordert Neuverhandlungen am Beispiel Tirols

St. Pölten, (SPI) - In Sachen Postämterkahlschlag schlagen die Uhren im Westen offensichtlich anders als im Osten Niederösterreich. So konnte sich das Land Tirol gemeinsam mit den Gemeinden bei einem Postamtsgipfel mit der Post einen Weiterbestand ihrer 40 zur Schließung vorgesehenen Postämter sichern. In Tirol wird nicht geschlossen, sondern weiterverhandelt. Ganz anders in Niederösterreich. Hier wird nicht verhandelt, hier wurde nicht verhandelt - und der verantwortliche Landeshauptmann mit seiner ÖVP schauen beim Postämterkahlschlag von rund 230 Standorten nur zu. "Was könnte da ein durchsetzungsfähiger Landeshauptmann für Niederösterreich alles herausschlagen?" fragt sich der Zweite Präsident des NÖ Landtages, LAbg. Emil Schabl. Schabl: "Für NÖ und seine rund 230 zur Schließung vorgesehenen Postämter kann es daher nur lauten: "Nehmen sie sich ein Beispiel an Tirol, Herr Landeshauptmann - und verhandeln sie weiter mit der Post und dem Forstinger-Ministerium. Auch Niederösterreichs Gemeinden habe es sich verdient, dass sie sich weiter für den Erhalt ihrer Postämter einsetzen."****

Die ÖVP-Tirol freut sich, dass sie gegenüber der Post etwas positives herausgeholt hat und betont den öffentlichen Versorgungsauftrag der Post. Die ÖVP-Niederösterreich freut sich dagegen, dass 230 Postämter geschlossen werden sollen und hält ihrer blauschwarzen Zusperrkoalition im Bund den Rücken frei. Die Verlierer sind nur das Bundesland Niederösterreich und die Bevölkerung, die mit einer Verschlechterung der Versorgung, weniger Service und tagelang verzögerten Postsendungen rechnen muss. "In Wien brauchen Postsendungen im Stadtgebiet schon mal eine Woche, in Niederösterreich kam es schon vor, dass eine Postsendung vom einen Ende einer Stadt bis zum anderen - ein paar Kilometer - 21 (!) Tage unterwegs war. Wenn nun 230 Postämter in Niederösterreich wegfallen und die Post durch das Auslaufen von befristeten Verträgen sogar Personal abbaut, ist wohl keine Verbesserung der Situation zu erwarten", befürchtet Schabl eine weitere Verschlechterung des Post-Service.
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