Adcon Telemetry: Vorläufige Zahlen für das Wirtschaftsjahr 2001

Konzernumsatz 2001 +44% auf 16,0 MEUR; EBITDA trotz umsatzstarkem 4. Quartal negativ; Veränderungen in Vorstand und Aufsichtsrat

Klosterneuburg (OTS) - Die Adcon Telemetry AG konnte nach vorläufigen Berechnungen im Wirtschaftsjahr 2001 einen Umsatz von 16,0 MEUR (nach 11,1 MEUR im Jahr 2000) erreichen. Im 4. Quartal konnte bei einem Umsatz von 6,5 MEUR (nach 4,7 MEUR im 4. Quartal 2000) aufgrund eines temporär erhöhten Wareneinsatzes sowie Bestandsabschreibungen jedoch nur ein leicht positives EBITDA von 0,002 MEUR (nach 0,8 MEUR im 4. Quartal 2000) erzielt werden. Das EBITDA für das Jahr 2001 wird voraussichtlich bei minus 1,8 MEUR (nach minus 0,8 MEUR im Jahr 2000, Ausweis gemäß Regelwerk Neuer Markt) zu liegen kommen. Das EBIT wird aufgrund im Vergleich zum Vorjahr deutlich gestiegener Firmenwertabschreibungen minus 5,1 MEUR (nach minus 2,3 MEUR im Vorjahr) betragen, das Nachsteuer-Ergebnis wird sich voraussichtlich von 0,4 MEUR im Jahr 2000 auf minus 2,4 MEUR reduzieren. Sehr positiv ist die Entwicklung des Auftragsstandes, der zum 31. Dezember 2001 auf 11,3 MEUR gestiegen ist (gegenüber 7,9 MEUR zum 31. Dezember 2000).

Im Anwendungssegment konnte mit 10,3 MEUR nach 7,9 MEUR im Jahr 2000 ein Umsatzwachstum von 31 % und ein Segment-EBITDA von 1,7 MEUR (nach 2,0 MEUR in 2000) sowie ein Segment-Ergebnis von 2,1 MEUR (nach 3,1 MEUR) erzielt werden. Das Technologiesegment blieb mit einem Umsatz von 5,6 MEUR (nach 3,3 MEUR im Jahr 2000) und einem Segment-EBITDA von minus 1,8 MEUR (nach minus 0,7 MEUR) sowie einem Segment-Ergebnis von minus 3,4 MEUR (nach minus 1,4 MEUR im Jahr 2000) deutlich unter den Erwartungen zurück. "Der konjunkturelle Abschwung sowie die Ereignisse des 11. September haben uns hier härter und nachhaltiger getroffen als ursprünglich erwartet. Selbst das erfreuliche 4. Quartal konnte die konjunkturbedingt verzögerte Markteinführung neuer Produkte im Technologiegeschäft und die daraus resultierende Ergebnisbelastung für die Gruppe nicht mehr ausgleichen" sagte Vorstandsvorsitzender Günther Walcher.

Vorstand erarbeitet Restrukturierungs- und Optimierungskonzept Der Vorstand wird daher in den kommenden Wochen ein umfangreiches Maßnahmenpaket ausarbeiten. Es soll weitreichende Kosteneinsparungen, die Straffung der internationalen Konzernstruktur sowie eine Fokussierung auf wenige Kernbereiche beinhalten. Weiters soll ein Plan zur Optimierung der Produktion erarbeitet und die verstärkte Integration der internationalen Beteiligungen eingeleitet werden. Die strategische Ausrichtung von Adcon mit dem erfolgreichen Standbein in der digitalen Funktechnik für Messdaten einerseits (Geschäftsfeld Anwendungen) und der Erarbeitung von technologisch hochwertigen Datenfunklösungen für Partner (Geschäftsfeld Technologie) wird beibehalten.

Zur zügigen Umsetzung dieses Optimierungsprogrammes wird der bisherige Aufsichtsratsvorsitzende Claus Wortmann in den Vorstand wechseln. Claus Wortmann verfügt über jahrzehntelange Erfahrung in der High-Tech-Industrie. Finanzvorstand Alexander Zrost wird per 30.April 2002 sein Vorstandsmandat zurücklegen und aus dem Unternehmen ausscheiden. Der Vorstand setzt sich künftig somit aus dem Firmengründer und Aktionär Günther Walcher (Vorstandsvorsitzen-der), Britta Hubert (Vorstand Anwendungen) und Claus Wortmann (COO und Vorstand Technologie) zusammen.

Neuer Aufsichtsratsvorsitzender ist DI Alexander Pachta-Reyhofen, bisher Stellvertreter des Vorsitzenden. Zum neuen stellvertretenden Aufsichtsratsvorsitzenden wurde Christian Kleinferchner gewählt.

2002: Auftragsstand und Optimierungsprogramm Basis für Ergebnisverbesserung

"Der hohe Auftragsstand von derzeit 11,3 MEUR sowie die in der Pipeline befindlichen Produkte werden die Basis dafür bilden, dass Adcon nach dem extrem schwierigen Jahr 2001 auch im Technologiebereich an die früheren Wachstumserfolge anschließen wird", betonte Vorstandssprecher Günther Walcher. Bis Ende April werden zudem die Details des Optimierungsprogrammes feststehen. "Der langfristig hochattraktive Markt für Datenübertragung auf gebührenfreien Frequenzbändern bleibt unser Kerngeschäft, wo wir unser Know How optimal einsetzen können", so Walcher.

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