FPÖ-"Außenpolitik" in totaler Konfusion

Wien (SK) Eine Außenpolitik, die schon Schwierigkeiten hat, auch nur über den Loibl-Pass zu blicken, muss natürlich angesichts weltpolitischer Konstellationen in Konfusion geraten. Dass aber die FPÖ - diesfalls durch ihren Generalsekretär Sichrovsky - diese totale Konfusion auch noch öffentlich betreibe, sei doch etwas überraschend, kommentierte der Internationale Sekretär der SPÖ, Albrecht K. Konecny, am Montag gegenüber dem Pressedienst der SPÖ die verzweifelten FPÖ-Versuche, Haiders Bagdad-Ausflug in einem milderen Licht darzustellen.

Während Sichrovsky über die "Loyalität und Kooperation der FPÖ im gemeinsamen Kampf gegen Terrorismus und Totalitarismus" philosofiert, bespricht Haider im Irak - den irakischen Medien zufolge - ganz andere Themen, nämlich "die Verschwörung der USA und des Zionismus gegen Israel". Wie Sichrovsky mit diesem antisemitischen Ausritt umgeht, ist seine Sache, die Art aber wie Österreich durch Haiders abenteuerliche Polit-Ausflüge in Misskredit gebracht wird, ist Angelegenheit des ganzen Landes, so Konecny, der zugleich ankündigte, diese schwerwiegende Schädigung der Interessen Österreichs im Bundesrat zur Sprache zu bringen.

Dabei wird auch die merkwürdige Rolle des Außenministeriums zu klären sein, dem angesichts dieses Skandals nichts anderes einfällt, als "lösungsorientierte Gespräche" Haiders zu begrüßen, so Konecny abschließend. (Schluss) up/mm

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