Berger: Alfred Gusenbauer immer einer der aktivsten und einflussreichsten EU-Beitrittsbefürworter

Europapolitischer Realitätsverlust der ÖVP

Wien (SK) "Aus meiner Sicht - und ich war im Gegensatz zu den drei Damen des ÖVP-Trio-Irreal dabei - können sie nicht zufällig kein Beispiel für eine Aussage Alfred Gusenbauers gegen den Beitritt Österreichs zur Europäischen Union nennen: Es gibt nämlich keine. Ganz im Gegenteil - schon in der Phase der Vorbereitung des Beitritts war Alfred Gusenbauer als Abgeordneter der SPÖ einer der aktivsten und einflussreichsten Befürworter des Beitritts innerhalb der SPÖ", erklärte die SPÖ-Europaabgeordnete Maria Berger Dienstag gegenüber dem Pressedienst der SPÖ. ****

"Glaubt die ÖVP wirklich, sie hätte als kleinerer Partner in der großen Koalition den EU-Beitritt gegen die SPÖ durchgesetzt?", so Berger.

Für die SPÖ unter Bundeskanzler Vranitzky sei nie das "Ob" zur Frage gestanden, sondern nur die Reduzierung möglicher negativer Folgen für Teile der österreichischen Bevölkerung und die Erreichung eines bestmöglichen Verhandlungsergebnisses. Die Debatte und die Abstimmung im österreichischen Nationalrat 1989 bestätige das hinreichend, so Berger.

"Glaubt die ÖVP wirklich, es war Alois Mock, der die letzte und schwierigste Phase der Beitrittsverhandlungen im Griff hatte? Wer dabei war, weiß, dass es Brigitte Ederer und Ferdinand Lacina waren, unterstützt vom früheren Kommissionspräsidenten Jacques Delors, der von der ÖVP zum 'Feind' erklärt worden sei."

"Glaubt die ÖVP wirklich, dass das Ergebnis von über 66,39 Prozent bei der Volksabstimmung über den österreichischen EU-Beitritt möglich gewesen wäre, ohne Mobilisierung durch SPÖ und vor allem auch ÖGB? Mit ihrem Bauernbund und sonstigen Traditionalisten wäre das der ÖVP allein gründlich daneben gegangen", konstatierte Berger.

"Wenn die ÖVP das alles wirklich glaubt, dann ist der Realitätsverlust perfekt. Dann wird die größte europapolitische Sünde, nämlich mit der FPÖ eine Regierung zu bilden, zur europapolitischen Heldentat und die jetzige Regierung zu einer europaweit anerkannten. Warum müssen sich gerade Frauen dafür hergeben, so viel Blödsinn zu verbreiten? Ist das die wahre Rolle der Frauen in der ÖVP?", schloss Berger. (Schluss) ml/mm

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