Knafl: "Ambulanzgebühren nicht bezahlen" ist ein Aufruf zum Gesetzesbruch!

Wien (OTS) - Der Bundesobmann des Österreichischen Seniorenbundes und amtsführende Präsident des Österreichischen Seniorenrates Stefan Knafl kritisiert heftig den Boykottaufruf von SPÖ, ÖGB und Pensionistenverband.

Knafl: "Die Aufforderung von Karl Blecha, die Ambulanzgebühr nicht zu bezahlen, ist eine Aufforderung zum Gesetzesbruch. Damit fährt Blecha im Fahrwasser vom ÖGB und den reinen Parteiinteressen der SPÖ und nicht im Interesse der Senioren."

Es ist unverantwortlich, insbesondere die ältere Generation, auf diese Weise zu verunsichern. Außerdem hätte diese ungesetzliche Vorgangsweise einen enormen bürokratischen Aufwand zur Folge, der die ohnehin schon angespannte finanzielle Lage unseres Gesundheitssystems weiter belasten würde.

Zu Optimierung der bestehenden Ambulanzregelung schlägt Knafl vor, die Ambulanzgebühren direkt bei der betreffenden Krankenanstalt einzuheben, also gleich dort, wo der Patient die medizinische Leistung erhält. Dies hat den Vorteil, dass der bürokratische Aufwand auf ein Minimum reduziert wird.

Knafl steht grundsätzlich den Ambulanzgebühren ablehnend gegenüber. Wenn diese aber tatsächlich und nachweislich kostensenkende Lenkungseffekte zeigen, sind sie jeder Art von Beitragserhöhungen jedenfalls vorzuziehen.

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