AK fordert weiterhin Verlängerung der doppelten Preisauszeichnung bis Sommer

Konsumenten brauchen Sicherheit beim Euro - der Wirtschaftsminister muss handeln

Wien (AK) - Die Arbeiterkammer fordert vom Wirtschaftsminister weiterhin die gesetzliche Verlängerung der doppelten Preisauszeichnung in Schilling und in Euro bis Ende Juni - und kritisiert, dass die Handelsektion in der Wirtschaftskammer eine Verlängerung der doppelten Preisauszeichnung ablehnt. Viele KonsumentInnen haben noch Probleme mit dem Euro, es ist aber wichtig, dass alle mit der neuen Währung gut zurecht kommen, so die AK: Bei einer aktuellen Umfrage hat sich jeder zweite Österreicher für diese Verlängerung ausgesprochen, jeder vierte Österreicher orientiert sich nach wie vor auschließlich an der Preisangabe in Schilling.Acht von zehn KonsumentInnen rechen beim Zahlen mit den Euro in Schilling um. Dieses Ergebnis ist eindeutig und darf nicht ignoriert werden, verlangt die AK.

Die Ergebnisse der AK-Umfrage im Detail:

+ 78 Prozent der Österreicher betonen, dass ihnen die von der AK geforderte und durchgesetzte gesetzliche doppelte Preisauszeichnung geholfen hat, um den Wert des Euro einschätzen zu können.

+ 23 Prozent der Befragten orientieren sich nach wie vor ausschließlich an der Preisangabe in Schilling, 48 Prozent an der doppelten Preisangabe. Das heißt, für drei von vier Konsumenten ist die Schillingangabe eine wichtige Orientierungshilfe.

+ 81 Prozent der Konsumenten rechnen, wenn sie in Euro zahlen, den Betrag noch in Schilling um. Immer tun dies 28 Prozent der Befragten, manchmal 53 Prozent. Auffällig ist, dass vor allem Personen mit niedrigem oder mittleren Hauhaltseinkommen (91 Prozent) und Frauen (84 Prozent), die beim täglichen Einkauf öfter als Männer mit dem Euro zu tun haben, in Schilling umrechnen.

+ Die Frage, ob sie schon sattelfest mit dem Euro sind, wird nur von 19 Prozent der Österreicher mit Ja beantwortet. Fast die Häfte der Befragten schätzt, noch zumindest ein Vierteljahr zu brauchen, um mit dem Euro gleich gut umgehen zu können, wie mit dem Schilling. 16 Prozent denken, es dauert noch mindestens ein halbes Jahr.

+ 46 Prozent der Österreicher wünschen sich daher eine Verlängerung der doppelten Preisauszeichnung, besonders Frauen (54 Prozent) und Konsumenten mit niedrigem oder mittleren Haushaltseinkommen (57 Prozent) sind für eine gesetzliche Verlängerung der doppelten Preisauszeichnung, damit sie ein besseres Gefühl für die neue Währung bekommen.

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