Zentralausschuss der Post AG beschließt Einspruch gegen die Wirtschaftsführung nach § 111 Arbeitsverfassungsgesetz

250 Millionen Euro jährlicher Betriebsabgang gefährden POST AG und Tausende Arbeitsplätze

Wien (GPF/ÖGB). Der Zentralausschuss der Österreichischen Post AG hat am 12. Februar 2002, beschlossen, beim Vorstand der Österreichischen Post AG Einspruch gegen die Wirtschaftsführung nach § 111 ArbVG zu erheben.++++

In der Aufsichtsratssitzung vom 11. Februar 2002 hat der Zentralausschuss über die ArbeitnehmerInnenvertreter im Aufsichtsrat die Kenntnis von der wirtschaftlichen Maßnahme der Umsetzung der Spartenorganisation unter Zugrundelegung der Prozessgeschlossenheit in jedem Geschäftsfeld und jeder Serviceeinheit erhalten.

Nach den Berechnungen der Personalvertretung würde die vollständige Umsetzung der vom Vorstand geplanten Umorganisation einen jährlichen Betriebsabgang für das Gesamtunternehmen Post AG von mehr als 250 Millionen Euro zur Folge haben. Damit werden die Arbeitsplätze von Tausenden Kolleginnen und Kollegen in allen derzeitigen Bereichen der Post AG gefährdet. Der gesamtwirtschaftliche Schaden ist zum heutigen Tag noch gar nicht abschätzbar.

"Es verwundert uns, dass der Vorstand über die Medien ausrichten lässt, die Berechnungen würden jeder Grundlage entbehren. Die Personalvertretung hat die zugrunde gelegten Eckdaten nicht erfunden. Die Berechnungsgrundlagen stammen ausschließlich aus dem Management selbst, sind beweisbar und von einem von der Post AG beauftragten Unternehmensberater bestätigt," so Gerhard Fritz, Vorsitzender des Zentralausschusses der Post AG.

Der Zentralausschuss hat die Fraktionsvorsitzenden Gerhard Fritz (FSG), Manfred Wiedner (FCG) und Johann Weinberger (FA) ermächtigt, diesen Einspruch unter Hinzuziehung von Experten auszuformulieren und beim Vorstand bis spätestens 14. Februar 2002 einzubringen.

Sollten die im Arbeitsverfassungsgesetz vorgesehenen Einigungsverhandlungen scheitern, so wird der Zentralausschuss zu weiteren arbeitsrechtlichen und gewerkschaftlichen Maßnahmen greifen.

ÖGB, 12. Feber 2002
Nr. 128

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Martin Palensky

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