Gehaltskonflikt Sozialversicherungen

ÖÄK solidarisch mit Kassenangestellten

Wien (OTS) - Im Zusammenhang mit den laufenden Kollektivvertragsverhandlungen der Sozialversicherungen hat sich die Österreichische Ärztekammer (ÖÄK) hinter die Anliegen der Kassenangestellten gestellt. "Die Forderungen der SV-Beschäftigten sind berechtigt", erklärte ÖÄK-Präsident Dr. Otto Pjeta anlässlich der am Mittwoch anstehenden erneuten Verhandlungsrunde Dienstag in einer Aussendung. "Es ist keine Frage, dass insbesondere die Ärztinnen und Ärzte in den Einrichtungen der Sozialversicherungsanstalten für ihre verantwortungsvolle Arbeit leistungsgerecht entlohnt werden müssen."

Gleichzeitig müsse der Hauptverband aber auch dem extramuralen Bereich die für den Erhalt und Ausbau des Gesundheitssystems dringend erforderlichen Mittel zugute kommen lassen, mahnte Pjeta. "Dieser Partner der Kassen darf nicht vergessen werden", betonte der ÖÄK-Präsident. "Wenn der Sparkurs der Sozialversicherungen so weiter betrieben wird wie bisher, drohen in diesem zentralen Versorgungsbereich gravierende Leistungseinbußen. Denn die freiberuflichen Ärzte müssen mit ihren Einkünften nicht nur ihren Lebensunterhalt bestreiten, sondern auch noch für die Ausstattung und Investitionen in ihren Ordinationen aufkommen. Das heißt: Weiteres Sparen hat direkten Einfluss auf die Versorgung."

Die Kapitalausstattung vieler Ordinationen reiche mittlerweile nicht mehr aus, um Investitionen zu tätigen. Mit geringfügigen prozentualen Erhöhungen um die zwei bis drei Prozent, wie sie zuletzt für die Sozialversicherungsangestellten diskutiert wurden, sei es daher "längst nicht getan", so Pjeta. "Wir benötigen 18 Milliarden Schilling für die nächsten fünf Jahre, sonst können wir den Erhalt und Ausbau des Gesundheitssystems nicht mehr gewährleisten." (Schluss)

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