Paris und Wien rücken enger zusammen

Wien, (OTS) Die Stadtverwaltungen von Paris und Wien wollen in Zukunft in verschiedenen Bereichen enger zusammenarbeiten. Dies haben der Wiener Magistratsdirektor Dr. Ernst Theimer und der Generalsekretär der Stadt Paris Pierre Guinot-Délery vereinbart. Neben einem Wissenstransfer auf Verwaltungsebene geht es dabei nicht zuletzt auch um die Vertretung gemeinsamer Ziele und Interessen in der Europäischen Union. Theimer: "Die Großstädte müssen sich in Europa stärker positionieren, um ihre gemeinsamen Interessen wirksamer vertreten zu können."****

Am Beginn der Kooperation Paris-Wien auf Managementebene stand im Vorjahr ein Besuch Theimers in Paris zur Erörterung gemeinsamer Interessen gegenüber den Nahverkehrsplänen der EU. Nun waren sein Pariser Amtskollege Guinot-Délery, dessen Stellvertreter Jean-Robert Lopez und die Pariser Missionschefin für Stadtplanung, Stadtgestaltung und wirtschaftliche Entwicklung Véronique Gilbert-Fol zu einem zweitägigen Arbeitsbesuch in Wien. Den Mittelpunkt des Programms bildete ein Workshop zu den Themenkomplexen Korruptionsprävention und Kontrolle sowie kommunale Finanzgebarung und Dezentralisierung. Als Referenten wirkten daran auf Wiener Seite der Chef der Internen Revision Dr. Paul Jauernig, Kontrollamtsdirektor Dr. Alois List und der Gruppenleiter der Finanzverwaltung Richard Neidinger mit. Weitere Themen der Gespräche der französischen Gäste mit Wiener Spitzenbeamten waren die EU-Erweiterung, Verwaltungsreform, E-Government, Gestaltung des öffentlichen Raums, Stadterneuerung und Krisenmanagement. Ergänzt wurde das Besuchsprogramm durch Besichtigungen u.a. der Gasometer in Simmering, der Donaucity und des Museumsquartiers.

Management-Netzwerk europäischer Großstädte

Entwicklungen wie Globalisierung, europäische Integration und neue Informationstechnologien stellen viele europäische Städte vor ähnliche Herausforderungen. Der Wiener Magistratsdirektor hat in diesem Zusammenhang im vergangenen Jahr die Initiative zum Aufbau eines unbürokratischen, informell und rasch funktionierenden Netzwerks des Managements einer Reihe großer europäischer Städte ergriffen. Dieser Plattform sollen Städte aus verschiedenen Regionen der Europäischen Union, aber auch aus den künftigen EU-Staaten angehören. Die Wiener Initiative ist auf großes Interesse gestoßen. So wurde, neben Paris, bereits mit den Verwaltungsspitzen von Städten wie Dublin, Prag, Brünn, Budapest, Warschau, Krakau und Laibach eine solche Kooperation eingeleitet.

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