Schattenwirtschaft: Gespräch ÖGB - Wirtschaftskammer

Einig für eine gemeinsame Vorgangsweise gegen Sozial- und Steuerbetrug

Wien (ÖGB/WKÖ). "Es besteht Übereinstimmung in der Zielsetzung, alles gegen Sozial- und Steuerbetrug im Rahmen der Schattenwirtschaft zu unternehmen." Das erklärten heute, Montag, ÖGB-Präsident Fritz Verzetnitsch und der Präsident der Wirtschaftskammer Österreich Christoph Leitl. Als kurzfristige Maßnahme in der Frächter-Affäre soll die kürzlich vorgestellte Aktion "weißer Punkt" österreichweit verwirklicht werden. Dabei handelt es sich um ein Gütesiegel für jene Unternehmen, die sich an die Gesetze halten, faire Arbeitsbedingungen bieten, sich einem fairen Wettbewerb stellen und somit auch zur erhöhten Sicherheit auf den Straßen beitragen. Dieses Gütesiegel soll eine Bestätigung und Ermutigung für die in dieser Branche ganz überwiegend mehrheitlich ordentlich tätigen Unternehmen sein.++++

Die beiden Sozialpartner werden über den Anlassfall der Frächter hinausgehend ein Maßnahmenpaket zur Bekämpfung der Schattenwirtschaft erstellen. "Dieses wird eine Lösung der bisher verdrängten Problemfelder anbieten und der Politik aus der Sicht der sozialpartnerschaftlichen Praxis Handlungsmöglichkeiten aufzeigen", erklärten Leitl und Verzetnitsch. WKÖ und ÖGB werden in den kommenden Wochen einen gemeinsamen Positions- und Maßnahmenkatalog entwickeln, der auch die europäische Dimension des Schattenwirtschafts-Problems berücksichtigt. Übereinstimmung besteht in der notwendigen Entkriminalisierung der Nachbarschaftshilfe aber einer konsequenten Bekämpfung der organisierten Schwarzarbeit. (kr)

ÖGB, 11. Feber 2002
Nr. 126

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