"kosmos.frauenraum" klagt über "rote Zahlen"

Wien, (OTS) Der "kosmos.frauenraum" brauche mehr Geld, so der Tenor einer Pressekonferenz am Dienstag des Führungsteams des Frauenraums mit Leiterin Barbara Klein an der Spitze. Kritik übte Klein gemeinsam mit den Kuratorinnen des Frauenraums vor allem am Bund, der für das Jahr 2002 jegliche Subventionierung dieser von ihm selbst mitbegründeten Institution verweigere. Es könne nicht angehen, zunächst 13,1 Millionen Schilling (annähernd 1 Million Euro) für den Umbau einer Kulturinstitution zur Verfügung zu stellen und dann durch mangelnde Subvention deren Schließung herbeizuführen. Denn, so Klein, unter den gegebenen Konditionen könne der Betrieb des bisher mit 120 Produktionen und 25.000 BesucherInnen in eineinhalb Jahren so erfolgreichen multifunktionalen Theaters nicht fortgesetzt werden. Den Subventionsbedarf für die Zukunft bezifferte sie mit 11 Millionen Schilling (ca. 800.000 Euro) jährlich, 8 Millionen von der Stadt und 3 Millionen vom Bund, also entsprechend einer Mittelbühne.****

In diesem Zusammenhang verwies die Leiterin des Frauenraums darauf, dass Kulturstadtrat Dr. Andreas Mailath-Pokorny mit der Entschuldung des Hauses Ende 2001 wesentlich zur Weiterführung beigetragen habe, mit der derzeitigen Jahressubvention der Stadt von 3 Millionen Schilling könne das Theater allerdings nicht in geeigneter Form, mit Eigenproduktionen und überregionaler sowie internationaler Vernetzung weitergeführt werden. Insbesonders an den Bund sei jedoch die Frage zu stellen, ob er an einem Weiterbestehen dieser in Europa einzigartigen Einrichtung im Sinne kultureller, femininer Kreativität nicht interessiert sei.

Barbara Klein und ihr Team verwiesen auf die Vielfalt des Hauses mit Produktionen in den Bereichen Schauspiel, Musik, Tanz und übergreifende Sparten. Mit dem vorhandenen Budget könne noch bis Mitte des Jahres Programm gemacht werden. Unter anderem geplant:
"Warteschleife", ein Theaterstück von Karin Ivancics, "Olympe oder die letzten Worte" von Erika Wimmer, die Wiederaufnahme der "Vagina-Monologe" von Eve Ensler, sowie die Vortragsreihe "Histörrische Frauen" und ein internationales Musikerinnenfestival.

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o kosmos.frauenraum: www.kosmos.frauenraum.at/

(Schluss) gab/vo

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