Grünewald: Konstruierte Beschönigung der Ambulanzzahlen

Keine Spur von Lenkungseffekt durch Ambulanzgebühr

OTS (Wien) - Als konstruierte Beschönigung der Ambulanzzahlen bezeichnet heute der Gesundheitssprecher der Grünen, Kurt Grünewald, die Aussagen von Staatssekretär Waneck.

Zum einen wurden mehr Ausnahmeregelungen erzwungen als im ursprünglichen Gesetzesentwurf vorgesehen waren, was logischer Weise zu weniger Einnahmen führt. Die Einnahmen waren anfänglich höher kalkuliert worden, da die Prognosen ja auf dem ersten Gesetzesentwurf basierten.
Dass Krankenanstalten und Ambulanzen bei Notfällen humaner agieren, als es das restriktive Gesetz erlauben würde, ist ein weiteres Faktum, was die Ambulanzzahlen niedriger ausfallen lässt, klärt Grünewald auf.

"Zum dritten wissen wir von den niedergelassenen ÄrztInnen, dass sie nicht mehr PatientInnen behandeln als vorher. Dies bedeutet, dass die Menschen im Zweifelsfall weder in die Ambulanzen noch zu praktischen ÄrztInnen gehen. Das will Waneck jetzt als großen Erfolg verkaufen? Von Lenkungseffekt keine Spur", so Grünewald.

"Und als vierte Tatsache muss festgehalten werden, dass etliche PatientInnen die Bezahlung der Ambulanzgebühr bis dato verweigern, da keine Klarheit darüber herrscht, ob sie zur Zahlung verpflichtet sind oder nicht. Diese PatientInnen verlangen einen Bescheid der Kasse und erniedrigen die Ambulanzzahlen ein weiteres Mal", schließt Grünewald.

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