Die Pollen fliegen wieder

Wien (OTS) - Hasel und Erle - das milde Wetter im Jänner hat sie frühzeitig blühen lassen. Üblicherweise beginnt ihre Hauptblüte Anfang Februar, um den 10. Februar ist ganz Österreich erfasst. Erst Ende September wird die Heuschnupfen-Saison wieder zu Ende gehen. "Allergien sind fehlgeleitete Reaktionen des Immunsystems auf sonst harmlose Substanzen, wie eben Pollen. Akute allergische Reaktionen, wie etwa ein Asthma-Anfall, sind sicher unangenehm, meistens aber nicht lebensbedrohend", sagt Dr. Susanne Schunder-Tatzber vom Österreichischen Roten Kreuz.

Asthma-Anfall und Gefäßschwellungen sind Notfälle, die durch eine allergische Reaktion ausgelöst werden können. Bilden sich die Symptome nicht nach kurzer Zeit zurück, muss ein Arzt hinzugezogen werden. "Ein Schwerer Asthma-Anfall ist an plötzlicher schwerer Atemnot, Sprechschwierigkeiten, Schwitzen und beschleunigtem Puls zu erkennen. Gefäßschwellungen zeigen sich durch angeschwollene Lippen, Zungen, Rachen oder Augenlider sowie durch Hautrötung", so Schunder-Tatzber.

Nicht unterschätzt werden darf auch der so genannte Heuschnupfen, an dem Hunderttausende leiden. Heuschnupfen sollte möglichst früh ärztlich behandelt werden, denn bei etwa einem Drittel der Betroffenen wandelt sich der Heuschnupfen in Asthma. Allergisches Asthma wiederum ist von äußerst unangenehmen Symptomen, wie etwa Erstickungsangst, begleitet.

Um die Symptome von Allergien oder Allergien selbst zu mindern, gibt es spezielle Untersuchungen. Schunder-Tatzber: "Mittels Hauttests kann der Arzt feststellen, auf welche Substanzen jemand allergisch reagiert. Die so genannte Hyposensibilisierung macht gegen diese Substanzen weniger empfindlich."

Jeder Pollenallergiker kann sich seine Situation auch selbst erleichtern. "Pollenkalender zeigen genau die Belastung durch die Pollen. Bleiben Sie an Tagen hoher Belastung zu Hause. Tragen Sie Sonnenbrillen zum Schutz ihrer Augen vor Pollen. Duschen Sie vor dem Schlafengehen, um die Pollen abzuwaschen und sie nicht in der Nacht einzuatmen. Schlafen Sie bei geschlossenem Fenster. Lassen Sie die Wohnung öfters säubern, um Staub und Pollen zu entfernen. Wenn es sich einrichten lässt, verbringen Sie in der Hauptblütezeit jener Pollen, auf die Sie allergisch reagieren, ihren Urlaub am Meer oder im Gebirge. Dort ist die Belastung mit Pollen am geringsten", empfiehlt Schunder-Tatzber.

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