Wieder Prämienerhöhung bei Krankenzusatzversicherungen AK: Solidarisches Gesundheitssystem erhalten und stärken!

Linz (AKO) Mit 1. Februar wurden die Beiträge für Krankenzusatzversicherungen um 2 bis 7 Prozent erhöht. Ältere Menschen und Frauen werden dabei deutlich stärker zur Kasse gebeten als junge Männer. Für AK-Präsident Hubert Wipplinger ein weiterer Grund, unser solidarisches Gesundheitssystem zu stärken:
"Privatversicherungen kennen eben keinen sozialen Ausgleich!"

Realität bei den privaten Krankenzusatzversicherungen ist: Wer (statistisch betrachtet) mehr kostet, muss eben auch mehr zahlen. Betroffen sind ältere Menschen, Frauen wegen des "Risikos, Kinder zu gebären", Kranke oder Arbeitnehmer/-innen in ungesunden Berufen -also Menschen mit sogenannten "schlechten Risken". So funktioniert die Versicherungsmathematik.

Eine 30jährige weibliche Angestellte muss nun um bis zu 70 Prozent höhere Prämien berappen als ein gleichaltriger männlicher Angestellter. Das ist die beinharte Wirklichkeit der privaten Krankenversicherer, fernab jeder Solidarität. Die Prämien der "Privaten" waren übrigens erst im Vorjahr erhöht worden.

Damit die Gewinne stimmen, müssen von den Prämien gleichzeitig hohe Summen in die Werbung um junge und gesunde Männer, eben Kunden mit "guten Risken", investiert werden. Gelder, die sich die soziale Krankenversicherung erspart, weshalb sie von den Beiträgen mehr als 96 Prozent in Form von Leistungen an die Versicherten zurückgibt, während Privatversicherungen auf höchstens 80 Prozent kommen.

Für Wipplinger beweist dieses Beispiel einmal mehr, dass die soziale Krankenversicherung die sozial gerechtere und wesentlich günstigere Alternative zu einem Gesundheitssystem mit Privatversicherungen ist. Die Erhaltung, Weiterentwicklung und finanzielle Absicherung unseres solidarischen Gesundheitssystems ist deshalb für die AK ein zentrales Ziel, das sie mit den Initiatoren des Volksbegehrens "Sozialstaat Österreich" (3. bis 10. April 2002) verbindet!

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