Das ist die Vernichtung der Post!

GLB kritisiert lasche Haltung der Gewerkschaft

Wien (OTS) - Die sogenannte "Universaldienstverordnung" der Ministerin Forstinger, die auf die Schließung von fast 700 Postämtern hinausläuft und zugleich der Post Auflagen macht, die mit dem reduzierten Personalstand nicht mehr zu erfüllen sind, stellt nach Meinung des Gewerkschaftlichen Linksblocks (GLB) in der Postgewerkschaft einen regelrechten Zerschlagungseingriff des Eigentümers in das Unternehmen dar. Verbunden mit dem Plan, das Unternehmen in fünf Geschäftsfelder zu filetieren, ergibt sich ein katastrophales Bild: Die Post soll endgültig als öffentliches Dienstleistungsunternehmen vernichtet und ausverkauft werden. Damit wird nicht nur den Interessen der Beschäftigten der Post, sondern auch der Bevölkerung Schaden zugefügt. Der Gewerkschaftliche Linksblock wird daher neben seiner gewerkschaftspolitischen Ablehnung der Konzepte die rechtliche Bekämpfung der Universaldienstordnung und der daraus resultierenden Beschlüsse des
Aufsichtsrates der Post-AG prüfen lassen.

Der Vorsitzende des GLB-Post Robert Hobek verlangt von der Führung der Personalvertretung und der Gewerkschaft sofort ihre lasche Abwartehaltung aufzugeben und Streikmaßnahmen einzuleiten: "Die Regierung als Vertreterin des Eigentümers und des Managements haben die Personalvertretung bisher voll über den Tisch gezogen und Schlag für Schlag ihr Ausverkaufskonzept verwirklicht, ohne auf Widerstand gestoßen zu sein. Damit muss jetzt Schluss sein -es ist bereits fünf nach zwölf! Wenn jetzt nicht gehandelt wird, dann
trägt die Personalvertretung voll die Verantwortung für die Zerschlagung mit!". Hobek kritisiert aber auch die Haltung des ÖGB als übergeordnete Interessenvertretung: "Wir sind nicht zur Urabstimmung gegangen, dass dann herumlaviert und taktiert wird, sondern um der Gewerkschaft den Rücken zu stärken. Wir erwarten uns also keine Beschwichtigungen des Präsidenten via TV, sondern Taten. Die Zerschlagung der Post ist keine Kleinigkeit, sondern der klassische Anlassfall, um auf Basis der Urabstimmung mit Kampfmaßnahmen zu antworten!".

Der Gewerkschaftliche Linksblock will eine gerichtliche Beschwerde gegen die Universaldienstverordnung einleiten und fordert die Führung von Personalvertretung und Gewerkschaft auf, Kampfmaßnahmen "ohne Wenn und Aber und ohne Verzögerung" einzuleiten und zu diesem Zweck Betriebsversammlungen einzuberufen!

Rückfragen & Kontakt:

Gewerkschaftlicher Linksblock-Post
Robert Hobek
Tel.: 0664/4653383

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