DER STANDARD-Bericht: "Voestalpine-Chef Struzl fordert Rückzug des Staates: "Großes Interesse von Investoren aus dem In- und Ausland"

Erscheinungstag 11.2.2002

Linz/Wien (OTS) - Die Verstaatlichtenholding ÖIAG soll Anteile am Stahlkonzern Voestalpine verkaufen und sich auf eine Sperrminoriät zurückziehen. Das forderte der neue Generaldirektor Franz Struzl im Gespräch mit dem STANDARD.

Struzl hat vor kurzem die Nachfolge des tödlich verunglückten Peter Strahammer angetreten.

An Kaufinteressenten mangle es nicht, sagte Struzl. Finanzminister Karl-Heinz Grasser hat allerdings bisher immer gesagt, derzeit nicht an den Verkauf der Aktien zu denken. Nach dem derzeitigen Börsenkurs würde bereits ein Absenken des Staatsanteils von 38 auf 25 Prozent dem Finanzminister rund 123 Millionen Euro (1,67 Mrd. S) in die Staatskasse bringen. Das Arbeitsverhältnis mit der ÖIAG bezeichnete Struzl als "freundlich-korrekt". Neben einigen "Ausreißern wie Streicher, Ditz und AUA" sei da gute Arbeit geleistet worden. Dennoch würde die Voestalpine mehr private Investoren begrüßen.

Das Aktienpaket an der VA Tech will Struzl abgeben, derzeit sei aber der Börsenkurs zu niedrig. Synergieeffekte mit dem Schwesterunternehmen gebe es keine mehr. Bis 2005 soll die Voestalpine - ehemals Kern der Verstaatlichten und Grab für unzählige Subventionsmilliarden - zum profitabelsten Stahlkonzern Europas werden. (red)

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