FORMAT: CA versteigert Immobilienbesitz von Ex-Libro-Chef Rettberg

Staatsanwaltschaft Wiener Neustadt ermittelt seit Oktober gegen Rettberg

Wien (OTS) - Die Creditanstalt hat ein Versteigerungsverfahren
gegen den privaten Immobilienbesitz von Ex-Libro-Chef Andre Rettberg eingeleitet. Dies berichtet das Nachrichtenmagazin FORMAT in seiner am Montag erscheinenden Ausgabe.

Laut FORMAT hat die Creditanstalt wegen einer offenen Forderung in der Höhe von exakt 726.728,34 Euro (umgerechnet zehn Millionen Schilling) plus Zinsen und Nebenkosten bereits ein Versteigerungsverfahren auf Rettbergs Privatimmobilien in der niederösterreichischen Gemeinde Bad Fischau eingeleitet, wo der gestrauchelte Libro-Chef ein 25.348 Quadratmeter großes Grundstück samt Haus besitzt.

Der gnadenlose Glaube an den eigenen Erfolg befördert Andre Rettberg nun laut FORMAT offenbar auch finanziell endgültig in die Bredouille: Der ehemals als Mister Libro gefeierte Manager hatte noch vor dem Börsegang 1999 bei der CA einen Kredit zum Kauf von Libro-Aktien aufgenommen. Nach der Insolvenz und dem Absturz der Aktie schuldet er der Bank rund vier Millionen Euro. Nun will die CA den Kredit durch die Versteigerung der im Besitz von Rettberg und seiner Ehefrau stehenden Immobilie tilgen.

Wie FORMAT weiter berichtet, brauen sich über Rettberg bereits seit Monaten auch strafrechtlich relevante Unannehmlichkeiten zusammen: der Wiener Neustädter Staatsanwalt Hans Fuchs ermittelt seit Oktober des Vorjahres gegen Rettberg wegen des Verdachts grob fahrlässiger Beeinträchtigung von Gläubigerinteressen (dem ehemaligen Kridaparagraphen) sowie Insolvenzverschleppung. Friedrich Matousek, Sprecher der Staatsanwaltschaft Wiener Neustadt bestätigt die seit Monaten laufenden Ermittlungen gegenüber FORMAT: "Kollege Fuchs ist gerade dabei, die neuen Unterlagen in dieser Causa zu studieren." Bei den Unterlagen handelt es sich um den in der Vorwoche fertiggestellten, aktienrechtlichen Sonderprüfbericht der Libro AG aus der Feder des Wiener Wirtschaftsprüfers und Ex-Kurzzeitfinanzministers Andreas Staribacher.

Nach Vorlage des Sonderberichts hagelt es laut dem Magazinbericht nun Klagen: Libro-Kleinaktionäre bereiten Schadenersatzklagen gegen die Ex-Vorstände Andre Rettberg und Johann Knöbl, den langjährigen Aufsichtsratschef Kurt Stiassny sowie die beiden Wirtschaftsprügungsgesellschaften KPMG und Auditor vor.

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