"profil": Verbund-Chef Haider hält an Wasserkraftehe mit E.ON fest

E.ON laut Verbund-Chef über politisches Tauziehen "nicht gerade glücklich" - Haider bezweifelt, dass gegenwärtiges "Theater dem österreichischen Kapitalmarkt gut tut"

Wien (OTS) - Wie das Nachrichtenmagazin "profil" in seiner Montag erscheinenden Ausgabe berichtet, hält Verbund-Vorstandssprecher Hans Haider an der umstrittenen Wasserkraft-Ehe mit dem deutschen E.ON-Konzern fest. Von einem "Ausverkauf der österreichischen Wasserkraft" könne keine Rede sein. Haider: "Ich will ein für allemal klarstellen, dass wir nichts verkaufen. Wir kriegen etwas dazu."

Der Verbundkonzern und E.ON wollen ihre Wasserkraftwerke in einer neuen Gesellschaft zusammenführen. "Wir werden an dieser European Hydro Power die Mehrheit halten, die Gesellschaft führen und bei uns voll konsolidieren", betont Haider. Man könne jedoch davon ausgehen, dass "E.ON über das, was sich in Österreich abspielt, nicht gerade glücklich ist".

Die von Wirtschaftsminister Martin Bartenstein angedachte große österreichischen Stromlösung sei, so der Verbund-Chef, ein "gescheiter Vorschlag". Haider im "profil"-Interview: "Wir waren immer der Meinung, dass sich die österreichischen Energieversorger gemeinsam aufstellen und auf allen Ebenen zusammen arbeiten sollten."

Die Beteiligung des deuschten Atomstromerzeugers E.ON stehe einer solchen Lösung nach Meinung des Verbund-Vorstandssprecher nicht im Wege. "Das eine schließt das andere nicht aus, wir reden über eine Zusammenarbeit in der Wasserkraft." Im übrigen sei schon eine Reihe ausländischer Konzerne in Österreich engagiert, so Haider. Der Verbund-Konzern warte nun, was ihm angeboten werde.

Zu den jüngsten Kursverlusten der Verbund-Aktie, mit ausgelöst durch das politische Tauziehen um die Wasserkraftehe, meint Haider: "Ich wage zu bezweifeln, dass das Theater dem österreichischen Kapitalmarkt gut tut."

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